Registrierungspflicht bei Prepaid-SIMs: Hintergründe, VideoIdent-Verfahren & anonyme Alternativen
Prepaid-SIM nur noch gegen Ausweis: Bislang konntest Du Prepaid-Karten für Dein Smartphone weitgehend anonym erwerben. Damit ist jetzt Schluss, seit dem 1. Juli 2017 gilt die Registrierungspflicht für Prepaid-SIMs. Wie der Identitätsnachweis funktioniert und was Du darüber wissen musst, erkläre ich Dir hier.
Inhalt
Warum gilt jetzt eine Registrierungspflicht für Prepaid-Karten?
Prepaid-Karten bieten die volle Kostenkontrolle – und bis jetzt konntest Du sie anonym nutzen. Zwar musstest Du die SIM-Karte bislang auch freischalten lassen und dabei deine Daten angeben, aber nicht nachweisen, dass Deine Angaben auch stimmen. Du konntest Dich Donald Duck nennen, Mickey Mouse oder einen anderen Fantasie-Namen angeben. Nachgeprüft hat das niemand. Damit ist seit dem 1. Juli 2017 Schluss.
An diesem Tag trat eine im Juni 2016 beschlossene Ergänzung zu Paragraf § 111 des Telekommunikationsgesetzes (TKG) in Kraft. Mobilfunkprovider dürfen Prepaid-SIM-Karten jetzt nur noch aktivieren, wenn die Käufer ihre Identität bei der Registrierung zweifelsfrei nachgewiesen haben. Dafür ist die Vorlage eines Ausweises erforderlich.
Mit der Ergänzung zu § 111 TKG möchte die Bundesregierung eine Lücke in der Anti-Terror-Gesetzgebung schließen.
Die Anonymität, die Prepaid-SIM-Karten bislang gewährten, haben sich nämlich auch Kriminelle und Terroristen zunutze gemacht. So ließen Unbekannte in Ungarn beispielsweise 200.000 Prepaid-Karten auf den Namen eines Obdachlosen registrieren. Einige Karten wurden später nach einen Terroranschlag in Belgien bei den Terroristen gefunden.
Welche Mobilfunkanbieter sind von der neuen Regelung betroffen?
Die Registrierungspflicht gilt für alle Prepaid-Anbieter in Deutschland. Ganz gleich, ob Du Deine Prepaid-Karte bei o2, Vodafone, BASE, der Telekom oder bei einem Discounter kaufst: Die Anbieter müssen Deine personenbezogenen Daten prüfen.
Gilt die Registrierungspflicht auch für eine bereits vorhandene Prepaid-Karte?
Hast Du vor dem 1. Juli 2017 eine Prepaid-Karte gekauft oder diese sogar schon länger in Benutzung, musst Du sie nicht nachregistrieren lassen. Für bereits aktivierte SIM-Karten gilt die Gesetzesänderung nämlich nicht.
Ändert sich auch etwas für Vertragskunden?
Für Vertragskunden bleibt ebenfalls alles beim Alten.
Der Gesetzgeber geht davon aus, dass Mobilfunkbetreiber bei Vertragskunden schon aus finanziellem Eigeninteresse prüfen, ob der auf dem Vertrag angegebene Name und der tatsächliche Nutzer identisch sind. Immerhin möchten Provider sicher gehen, dass Kunden ihre Mobilfunkrechnungen bezahlen können und prüfen daher die Kreditwürdigkeit.
Zwar kann es auch hier Abweichungen geben, etwa bei Firmenhandys, die auf die Firma zugelassen sind, aber vom Mitarbeiter genutzt werden. Über die Konto- und Kreditverbindungen besteht jedoch eine bessere Nachprüfbarkeit als bei Prepaid-Karten.
Wie kannst Du Deine Prepaid-Karte registrieren lassen?
Kaufst Du eine Prepaid-SIM, musst Du diese anschließend freischalten lassen, bevor Du telefonieren kannst. Dafür ist jetzt ein zweifelsfreier Identitätsnachweis per Personalausweis oder Reisepass erforderlich.
Ein Führerschein reicht zum Identitätsnachweis nicht. Ausländer legen beim Kauf einer deutschen Prepaid-SIM entweder einen Ankunftsnachweis oder einen Aufenthaltstitel vor.
Wer eine Prepaid-Karte auf seine Firma registrieren lassen möchte, muss einen Auszug aus dem Handels- und Genossenschaftsregister vorweisen.
Grundsätzlich gibt es drei Varianten der Identitätsüberprüfung:
- die Prüfung der Ausweispapiere direkt im Ladengeschäft
- das VideoIdent-Verfahren
- das PostIdent-Verfahren
Ausweisprüfung beim Kauf im Ladengeschäft
Kaufst Du die Prepaid-Karte direkt im Shop des Providers, funktioniert der Identitätsnachweis vergleichsweise unkompliziert: Du legst einfach Perso oder Reisepass vor. Die Mitarbeiter im Shop nehmen Deine Daten auf, erstellen eine Ausweiskopie und leiten diese zur Registrierung an den Provider weiter.
In der Zentrale prüft ein Mitarbeiter dann noch einmal alle Angaben. Die Ausweiskopie wird anschließend gelöscht. Als Kunde musst Du nichts weiter tun.
Die meisten Prepaid-SIMs gehen heute beim Discounter oder im Drogerie-Markt über die Ladentheke. Prüfen die Verkäufer die Identität an der Kasse, bedeutet dies lange Wartezeiten für andere Kunden.
In einer Pressemitteilung teilte Aldi Süd allerdings mit, dass auch beim Discounter die Identitätsprüfung direkt im Geschäft stattfinden soll. Ob dies an der Kasse oder an einem separaten Counter geschieht, blieb offen.
Das VideoIdent-Verfahren

VideoIdent-Verfahren am Beispiel der deutschen Telekom
Die meisten Discounter werden vermutlich auf die nachträgliche Registrierung der SIM-Karte setzen. Auch Aldi Süd bietet dies als Alternative an.
Früher reichte dafür ein Anruf beim Provider. Jetzt müssen aber auch Aldi, Lidl, Rossmann und Co. Deine Daten nicht nur aufnehmen, sondern auch prüfen.
Eine Ausweiskopie selbst hochzuladen und an den Provider zu schicken, gilt als zu unsicher. Deswegen sieht die Bundesnetzagentur zum Identitätsnachweis das VideoIdent-Verfahren vor. Diese Variante kannst Du auch nutzen, wenn Du Deine Prepaid-Karte online bestellt hast.
So funktioniert das VideoIdent-Verfahren:
- Über das Smartphone, das Tablet oder den Computer mit Webcam besuchst Du die Seite des Mobilfunkanbieters.
- Du startest einen Videochat mit einem Mitarbeiter des Providers.
- Während des Chats zeigst Du Deinen Ausweis vor. Durch Schwenken und Neigen lässt sich das Hologramm erkennen und damit die Echtheit des Papieres prüfen.
- Deine Daten gibst Du entweder vorher ein und der Mitarbeiter überprüft diese nur noch, oder er tippt sie während des Videochats selbst vom Ausweis ab.
- Anschließend macht er einen Screenshot vom Ausweis.
- Anschließend erfolgt die Aktivierung der Prepaid-SIM und Du kannst damit telefonieren.
Freenet hat bereits angekündigt, in seinen Mobilcom-Debitel-Filialen abgeschirmte Videoterminals aufzustellen. Dort sollst Du Deine Prepaid-Karte ebenfalls per VideoIdent freischalten lassen.
Einen ähnlichen Weg könnten MediaMarkt und Saturn gehen. Dort gibt es bereits Kassen für beratungsintensive Verkäufe, wo sich auch Videoterminals installieren ließen.
Das PostIdent-Verfahren
Hast Du eine Prepaid-SIM online bestellt, bietet das PostIdent-Verfahren eine Alternative zum Identitätsnachweis.
Der Anbieter stellt einen PostID Coupon zur Verfügung. Den druckst Du aus und gehst damit in eine Postfiliale. Dort legst Du den Coupon und Deinen Ausweis vor. Die Ausweisdaten werden per Ausweisleser erfasst und elektronisch aufgenommen.
Der Postmitarbeiter prüft die Daten. Anschließend druckt er ein PostIdent-Formular aus. Mit einer Unterschrift bestätigen der Postmitarbeiter und Du die Richtigkeit der Daten. Das Formular geht an den Prodiver, der daraufhin die SIM-Karte verschickt.
Es bleibt allerdings den Mobilfunkanbietern überlassen, ob sie auf VideoIdent oder PostIdent-Verfahren setzen. Die meisten wollen nach bisherigem Stand vor allem die Videoidentifikation nutzen.
Was passiert mit Deinen Daten?
Ausweiskopien werden nach dem Nachweis Deiner Identität zeitnah gelöscht.
Deine Daten allerdings speichert der Mobilfunkprovider. Im begründeten Verdachtsfall können Behörden auf diese Daten zugreifen.
Dem Gesetzgeber zufolge soll dies dabei helfen, Straftäter zu ermitteln. Datenschützer bezweifeln dies allerdings und kritisieren die Registrierungspflicht.
Wie wirksam ist die Registrierungspflicht zur Terrorabwehr?
Es stimmt: In der Vergangenheit haben sich Terroristen und andere Straftäter häufig die Anonymität der Prepaid-SIM-Karten zunutze gemacht.
Es ist jedoch umstritten, ob die Registrierung der Prepaid-Karten wirklich ein wirkungsvolles Mittel zur Terrorabwehr ist. Allein schon, da sich in Deutschland derzeit etwa 68 Millionen bereits freigeschaltete Prepaid-SIM-Karten im Umlauf befinden. Auf welchen Namen diese Karten zugelassen sind, überprüft im Nachhinein niemand.
Darüber hinaus gibt es einige Möglichkeiten, das neue Gesetz zu umgehen.
So lässt sich die Prepaid Registrierungspflicht aushebeln
Anonym telefonieren und simsen möchten jetzt nicht nur Kriminelle. Auch viele ganz gewöhnliche Nutzer haben ein Interesse daran, ihr Smartphone anonym nutzen zu können. Für Flüchtlinge ohne Ausweispapiere oder Obdachlose ohne Wohnsitz stellten Prepaid-Karten oft den einzigen Weg dar, mobil erreichbar zu sein.
Sogar das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik hat die Nutzung anonymer Prepaid-Karten bislang empfohlen (siehe Seite 27).
Über kleine Umwege ist das immer noch möglich. Dazu muss man nicht mal Dritte beauftragen, eine Prepaid-SIM zu kaufen und auf den eigenen Namen anzumelden.
Viel einfacher geht es mit einer Prepaid-SIM aus dem EU-Ausland. Dank EU-Roaming kannst Du diese Karten auch hierzulande zu günstigen Kosten nutzen.
In den Niederlanden und Rumänien gilt beispielsweise keine Registrierungspflicht. Wer sich dort eine Prepaid-Karte kauft, kann diese auch in Deutschland problemlos nutzen. Lediglich Anrufer müssen eventuell etwas mehr bezahlen, wenn sie den Prepaid-Karten-Besitzer sprechen wollen.
In welchen Ländern gilt die Ausweispflicht noch?
Deutschland ist nicht das einzige europäische Land, das die Registierungspflicht für Prepaid-SIM-Karten eingeführt hat. In der Schweiz gilt diese bereits seit 2004.
Eine Ausweispflicht beim Kauf von Prepaid-SIMs gibt es darüber hinaus in Frankreich, Bulgarien, Dänemark, Griechenland, der Slowakei, Italien und Spanien. In Belgien gibt es sie seit Juni 2017. Österreich plant demnächst die Einführung.
Welche langfristigen Folgen könnte die Registrierungspflicht haben?
Die Ausweispflicht geht für die Mobilfunkanbieter mit höheren Kosten einher. Für das VideoIdent-Verfahren müssen sie mehr Personal einsetzen, die genaue Prüfung der Daten erhöht den Aufwand.
In Belgien hat der erste Discounter den Verkauf von Prepaid-Karten daher schon eingestellt: Kunden von Aldi Talk Belgien mussten sich bis zum 6. Juni einen neuen Provider suchen. Neue Prepaid-SIMs wird es bei Aldi Talk Belgien nicht geben.
In Deutschland bekommst Du aber weiterhin Prepaid-Karten bei Discountern. Aldi Talk Deutschland versicherte, nicht aus dem Geschäft aussteigen zu wollen.
Derzeit wollen auch alle Provider ihre Prepaid-SIMs weiterhin kostenfrei anbieten. Was Du für die SIM-Karte bezahlst, kannst Du im Regelfall als Startguthaben verbrauchen. Noch soll sich daran nichts ändern. Auch Preiserhöhungen seien nicht geplant.
Langfristig erwarten Mobilfunk-Experten allerdings ein Ende dieser Umsonstkultur. Im Laufe der nächsten Monate und Jahre könnte es doch zu steigenden Kosten kommen.
Was denkst Du über die Registrierungspflicht für Prepaid-Karten?
Was hältst Du von der Registrierungspflicht für Prepaid-SIM-Karten? Eine sinnvolle Maßnahme für mehr Sicherheit? Oder doch eher Kosmetik und nicht wirklich nutzbringend?
Ich freue mich auf Deine Meinung in den Kommentaren und über eine gute Bewertung, wenn Dir der Artikel gefallen hat.



























Ich habe eine Karte bei Aldi gekauft, aber die App läd nicht, also Postident, blöd, wird sicherlich Wochen dauern, also doch lieber wieder zu Verträgen wechseln, ist auch billiger.
Was die Terrorgefahr betrifft, ist es mal wieder Augenwischerei der Politiker, denn auch die Terroristen können Karten im Ausland kaufen, alte Karte im Internet kaufen und und………
Wen es trifft sind mal wieder wir, jeder Knüppel den es gibt wird uns zwischen die Beine geworfen, hauptsache es geht uns schlecht 🙁
Armes Deutschland
Man hat ja in den letzten Tagen wieder gesehen wie sehr die ‚Bekämpfung des terrors‘ hier was bringt! Wer diese dumme Ausrede glaubt sollte mal den Fernseher ausschalten und mal in sich selber reingehen! Einfach nur eine weiter Spionage Aktion die auf UNS gerichtet ist. Das hat nichts mit unserer Sicherheit zu tun, es geht um unsere Privatsphäre , unsere Menschenrechte .frage mich wie weit das noch gehen soll und wann die Leute mal endlich aufwachen und sich mal verinnerlichen was hier grade wirklich geschieht . Unsere letzen Rechte, unsere Privatsphäre alles das geben wir ab?? Für SICHERHEIT???? Wo ist die Sicherheit denn jetzt? Wo?? Alles nur lügen es geht nicht um Sicherheit es geht einzig und allein um Kontrolle . Und nicht um Kontrolle der vermeintlichen terroristen, es geht um Kontrolle der Bürger . Checkt das einfach mal Leute . Kein Staat der Welt intersssiert für das Wohl und die Sicherheit der „kleinen Leute“ . Wir sind hier nur dumme Marionetten die sich für Vater staat 69 Jahre lang den Körper kaputt arbeiten damit die sich höhere Methoden leisten können um uns noch mehr zu kontrollieren . Wacht auf Leute bevor es ganz zu spät ist !! Langsam wird es peinlich
finde ich in Ordnung aber hier werden EU-Bürger diskriminiert.
Ich wohne als EU-Bürger aus Belgien in Deutschland, kann die VideoIdent nicht benützen, weil ein belgischer Personalausweis (text auch in deutsch) wird nicht abgenommen.
Ein belgischer Reise pass wohl??
In Deutschland wird mein Personalausweis akzeptiert (Bank, Anmeldung in der Gemeinde, KFZ-Anmeldung usw.).
Soll ich jetzt nur für die SIM-Karte einen Reisepass bezahlen??
Was passiert mit Leuten die ein einfaches Handy, kein Laptop und CO haben??
ich versehe nicht warum es kein alternativ gibt wie postident.
Endlich werden wir überwacht! Das wurde auch Zeit, damit der Datenschutz endgültig ausgehebelt werden kann, der nach vorne hin propagiert, allerdings in der Praxis ständig umgangen wird.
Der Mobilfunk Anbieter Aldi Talk bietet auch die Identifizierung über Post ID an. Leider kann man dort nur den Coupon herunter laden. Da ich mich bereits über POST-ID identifizieren kann, nützt mir das nichts. Ich versuche nun schon seit über einer Woche meine 2. SIM, die ich gekauft habe frei zu schalten. Ohne Button auf der Webseite, dass man sich auf diesem Weg identifizieren kann, werde ich wohl doch zum Hörer greifen müssen…
Ein weiterer Schritt zum Überwachungs Staat, und die ganze Kacke dürfen die Normalbürger austragen.
Habe mir heute eine lidl connect Starterparket gekauft, ohne darüber nach zu denken, das am 01.07.2017
das neue Telekommunikationsgesetz gilt. Und ganz toll Lidl biete nur das Video Ident verfahren an, kein
Post Ident Verfahren und auch keine geschulten Mitarbeiter in der Filiale wie bei Aldi. Also Hände weg von
der Lidl Prepaid Karte !!!!!!!!!!
Typisch deutscher Schnüffelwahnsinn – und unsinnig, so lange man bei ebay unregistrierte Karten dutzendweise kaufen kann.
Hallo JayRo,
sind solche Karten sofort zu benutzen oder musst man sich da auch anmelden?
MfG
Roman Sierpinski
Hallo Sierpinski,
viele Prepaid-Karten bei eBay sind bereits aktiviert und können sofort benutzt werden. Aber bitte darauf achten, nicht an irgendwelche dubiosen Angebote zu geraten.Auch das soll es schon gegeben haben.
Viele Grüße,
Jannik
Danke schön Jannik für Antwort!
Leider mein Zeit ist zu kurz für eine Reisepass beantragen, die nächste Konsulat ist so weit von uns, und meine Handyvertrag endet jetzt am 15.Ein Prepaid-Karte aus Ungarn auch nicht möglich, weil wenn mehr wie 4 Monate bin ich in Ausland dann schaltet die einfach aus meine Karte. 🙁 Wir leben hier seit 6 Jahre. Deswegen kann ich nicht verstehen warum macht es mit uns auch, bin ich keine Terroristen, ich kann anbieten meine Personalausweis, Sufa und alles mögliches. Das reicht für Polizei und überall, aber darf ich keine Telefonnummer haben, nur mit 24 Monat Vertrag?! Das haben wir gehabt, ich möchte nie wieder.
Ich habe schon öftes mal angerufen die Lidl Connect, die war unfreundlich und sagt ganz anders was steht an dem Internetseite…. Dort steht kann ich im Lidl Laden meine Karte freischalten, oder per Post-Ident machen lassen, aber geht nicht 🙁
Schade, aber danke schön nochmal!
Hallo!
Ich bin eine Ungarin, ich wohne mit meine Familie in Deutschland seit 6 Jahre. Ich habe keine Reisepass, weil ich brauche das nicht zum hier leben. Die Lidl Connect deswegen kann mich nicht freischalten. Was soll ich machen? Weiß niemand nicht 🙁 Hilfe!!!!
Hallo Peterne,
wenn Du ungarische Staatsbürgerin bist und dauerhaft in Deutschland wohnst, hast Du vermutlich ja auch keinen Aufenthaltstitel oder ähnliches. Wenn Du zusätzlich auch keinen Reisepass hast, wird es tatsächlich schwierig mit der Prepaid Registrierungspflicht in Deutschland. Die einzigen Lösungen die mir einfallen würden wären:
– einen Reisepass beantragen
– eine ungarische Prepaid-Karte kaufen und diese in Deutschland nutzen
– die Prepaid-Karte durch einen Freund aus Deutschland kaufen lassen (sofern Du jemanden findest, der dort quasi für Dich bürgt)
Viele Grüße,
Jannik
Hallo Jannik,
ich bin Pole. Wohne in Deutschland seit 1981. Habe unbefristete Aufenthaltserlaubnis und nur polnischer Pass. Mein letztes Handy Vertrag ist beendet, und wollte jetzt auf Prepaid vom Congstar umsteigern. Doch das ist nicht so einfach wie Du dir vorstellst. Erste Beantragung per PostID. Ich war in drei Post Filialen und keiner könnte mein Pass scannen. Die Software ist veraltet und nur auf Ausweise ausgelegt.
Zweiter Versuch mit (wieder umstellung) per Video. Nach 10 Min. war ich verbunden. Leider um sonnst weil meine Videokamera hat schlechte Qualität und der Mitarbeiter könnte oder wollte nicht lesen.
Nach nächsten Mail mit Congstar haben sie mich wieder auf PostID umgestellt, mit Anmeldeschein. Dies mal habe ich ihnen Kopie vom meinem Pass und Kopie vom Anmeldeschein zugeschickt, und als Alternative eine Auskunft über Schufa zu holen angeboten.
Bis jetzt keine Antwort. Meine Anmeldung dauert jetzt schon 1 1/2 Woche.
Terrorismus hin oder hier, aber wenn Regierung solche Gesätze raus bringt, dann sohlte auch sorgen für vernünftige Software bei Post.
Ich versuche noch dein dritter Vorschlag – über meine deutsche Tochter.
MfG
Roman Sierpinski
Hallo Sierpinksi,
jaa, die Registrierungspflicht benachteiligt manche Verbraucher schon ziemlich. Und das es zu technischen Problemen bei der Prepaid Registrierung kommt, höre ich auch häufig. Das PostIdent-Verfahren solle aber eigentlich problemlos funktionieren. Ich habe diese sowohl für die Prepaid Registrierung als auch bei der Eröffnung eines Bankkontos verwendet und dabei gab es keine Probleme. Aber auch das mag von Filiale(n) zu Filiale unterschiedlich sein.
Mit congstar rate ich Dir noch zu ein wenig Geduld: Die manuelle Prüfung durch den Anbieter kann Zeit in Anspruch nehmen. Die Alternativen: Wie Du schon richtig geschlussfolgert hast, entweder über Deine Tochter oder alternativ eine aktivierte Karte bei eBay kaufen.
Viele Grüße,
Jannik
Hallo Jannik,
„Das PostIdent-Verfahren solle aber eigentlich problemlos funktionieren. “ Jaaaa! Aber nicht mit veraltete Software.
Du hattest nirgendwo Probleme gehabt. Eine Frage voraus. Bist du Deutsche oder Ausländer? Das ist nämlich ein größer Unterschied.
Bei eBay habe ich Karten vom Congstar auch gesehen. Aber ob die sind schon aktiviert? Wer garantiert mir das?
Heute zufällig habe ich original Congstar Karten im PennyMarkt gesehen. Schon mit auf Verpackung ausgedrucktem Tel. Nr. aber sind sie schon aktiviert? Im Beschreibung stät „zum Anmeldung reicht nur Wohnsitz in Deutschland“. Das bedeutet wieder Ident Prüfung. In solchen Fall brauche ich nicht meine Tochter zu beauftragen. Oder wie funktioniert das? Ich habe noch keine Prepaid Karte gehabt.
Ich warte noch 2-3 Tage auf Antwort vom Congstar. Wenn dann nichts kommt, dann anuliere ich das. Original Anmeldung werde mir lieber wegen alte Nummer Mitnahme.
Durch die neue Gesätze fühle ich mich diskriminiert. Ob das war das Ziel vom Unserer Regierung?
MfG
Roman Sierpinski
Hallo Roman,
nein, ich bin Deutscher – vermutlich hat deshalb immer alles reibungslos geklappt. Aber ich kann mir vorstellen, dass das als Ausländer vermutlich schwierig ist. Die Mitarbeiter waren auch mit meinem deutschen Pass schon leicht überfordert.
Leider habe ich mit den voraktivierten Prepaid-Karten von eBay keine Erfahrungen – aber wenn dort „bereits aktiviert“ steht, dann sollte das eigentlich auch der Fall. Ansonsten vielleicht mal den Händler anfragen. Bei Penny würde ich aktuell nicht davon ausgehen, dass die Karten schon aktiviert sind – das würde gegen die neue Registrierungspflicht verstoßen und wäre damit wohl ein Rechtsverstoß seitens Penny.
Deinen Unmut kann ich gut verstehen – auch ich halte die Registrierungspflicht für sinnlos, da es nur den normalen Bürger trifft. Die Menschen, die ihre Prepaid-Karten missbräuchlich nutzen beschaffen sie sich wohl ohnehin auf anderen Wegen.
Ich drücke die Daumen, dass es mit congstar schnell klappt! 🙂
Viele Grüße,
Jannik
Hallo Jannik,
danke für Dein Mitleid vom 17.07.17. Leider das Problem erfast nicht nur mich, sondern z.b. alle die mit „voller Arme“ vom Deutschland aufgenommen waren. Die sind – wie Du geschrieben hast – sehr oft ohne Pass, und ohne feste Adresse.
Vom Congstar habe ich die „Schnauze voll“. Habe mir bei eBay karte vom Telekom bestellt.
„Original Telekom D1 xTra Prepaid Simkarte T-D1 Ohne Guthaben Anonym Frei & Aktiv
Artikelpreis 5,90 EUR“.
Endlich keine Anmeldung,. Nur aufladen und los telefonieren.
Ich danke Dir für Korrespondenz mit Dir.
Roman
Ungarn ist doch in der EU. Da sollte der normale ungarische Ausweis reichen. Aufenthaltstitel braucht man nicht um in der EU leben und arbeiten zu dürfen.
Das ist korrekt, allerdings werden beim Registrierungsverfahren in vielen Fällen keine ausländischen Ausweise akzeptiert – häufig aus Unwissenheit. Leider ist es in vielen Fällen durch die Registrierungspflicht für in Deutschland lebende Ausländer nicht gerade leichter geworden, eine Prepaid Karte zu kaufen.
Die Umsetzung des Registrierungs quatsch ist das problem. ich warte seit jetzt fast einer stunde auf den WebID-Mitarbeiter, nachdem ich mit viel muehe es geschafft habe auf einem alten laptop mit winXP die webseite zur Zusammenarbeit zu ueberreden, Handy-App geht wegen Handy(Samsung S3 ) nicht, ist zu alt.
Bin mal gespannt ob es irgendwann geht. Die Technik ist aufjedenfall grotten schlecht.
MfG Freddy
Ich habe es heute stundenlang probiert dann jemanden gehabt, rausgeflogen, dann wieder jemanden, kann Ausweis nicht lesen. Ich habe die Schnauze voll, dass ist nicht normal. Der Bürger soll von vorne bis hinten durchleuchtet werden. Solche Spielchen mache ich nicht mit und werde mir anderswo eine Karte besorgen, scheinbar hat man es in Deutschland nicht mehr nötig.