Verzichtserklärung (Muster): So nimmst Du Deine Prepaid Rufnummer mit

Verzichtserklärung bei Prepaid Rufnummernmitnahme

Verzichtserklärung
Share

Hast du schon einmal von einer Verzichtserklärung gehört? Telefonierst Du vielleicht auch mit einem Prepaid-Tarif? Das hat viele Vorteile – zum Beispiel hast Du immer einen guten Überblick über Dein aktuelles Guthaben. Irgendwann ist aber vielleicht die Zeit gekommen, zu der Du doch einen Laufzeitvertrag abschließen willst oder zu einem anderen Anbieter wechseln möchtest. Prepaid kündigen musst Du eigentlich nicht.

Willst Du aber beispielsweise Deine Rufnummer zum neuen Anbieter mitnehmen, musst Du dem alten Provider eine sogenannte Verzichtserklärung zukommen lassen.

Hier erfährst Du, worauf Du beim Erstellen einer Verzichtserklärung achten musst – außerdem stellen dir die smartphonepiloten ein kostenfreies Verzichtserklärung Muster zum Download zur Verfügung. 🙂

Verzichtserklärung: Was ist das und wann brauchst Du sie?

Inhalt

Ist eine Verzichtserklärung zwingend notwendig bei der Rufnummernmitnahme?

Es gibt viele gute Gründe, sich für das Telefonieren mit Prepaid-Karte zu entscheiden. Einer der größten Vorteile für viele Nutzer ist, dass die Prepaid-Karte auf Guthabenbasis geführt wird. Du kannst also nie mehr Geld vertelefonieren als Du Guthaben auf Deiner Karte hast. Böse Überraschungen beim Erhalt der Handyrechnung bleiben auf diese Weise aus.

Jetzt hast Du aber ein günstigeres Angebot eines anderen Providers entdeckt. Oder Du möchtest zu einem Laufzeitvertrag wechseln. Anders als einen Laufzeitvertrag musst Du dabei Deine Prepaid-Karte nicht eigens kündigen. In gewissen Fällen ist es jedoch nötig, eine Verzichtserklärung an den bisherigen Provider zu schicken.

Das ist zum Beispiel der Fall, wenn Du Deine Prepaid Rufnummern mitnehmen möchtest.

Um die Rufnummer an einen anderen Anbieter übertragen zu können, braucht das Mobilfunkunternehmen eine schriftliche Kündigung des Mobilfunkvertrages sowie die sog. Verzichtserklärung. Das kannst Du am besten in einem Schreiben zusammenfassen.

Und übrigens: Falls Du noch keinen neuen Prepaid Tarif im Auge hast, dann schau Dir mal den Prepaid Vergleich an – dort findest Du zum Teil ziemlich günstige Angebote … 🙂

Worauf muss ich achten, wenn ich meine Prepaid Rufnummer mitnehmen möchte?

Nimmst Du Deine alte Rufnummer von einem Provider zum anderen mit, wird das auch als Rufnummernportierung bezeichnet. Bei so gut wie allen Mobilfunkanbietern ist es möglich, die alte Handynummer weiterzunutzen.

Um ganz sicher zu sein, solltest Du aber bei Deinem neuen Provider nachfragen, ob er die Rufnummernmitnahme unterstützt. Die meisten Anbieter machen dazu auch Angaben in ihren Vertragsunterlagen.

Prepaid Rufnummer mitnehmen

Du kannst selbstredend auch Deine Prepaid Rufnummer mitnehmen – dazu benötigst Du aber eine Verzichtserklärung …

Die Rufnummernportierung sollte spätestens 7 Werktage vor dem Wunschtermin beantragt werden. Dabei solltest Du beachten, dass Sonn- und Feiertage extra berücksichtigt werden müssen. Es gilt bei der Rufnummernmitnahme „Je eher, desto besser“.

Welche Kosten fallen bei der Prepaid Rufnummernmitnahme an?

Möchtest Du Deine Prepaid Rufnummern mitnehmen, fallen dafür gegebenenfalls Gebühren an! Die Höhe wurde im April 2020 durch die Bundesnetzagentur auf maximal 6,82 € gedeckelt. Den genauen Beitrag Deines Anbieters findest Du in den AGB bzw. in den Preislisten.

Einige Mobilfunkbetreiber gewähren Dir eine Bonus-Gutschrift, wenn Du zu ihnen wechselst und Deine alte Rufnummer mitnimmst. Frage unbedingt nach, ob das auch bei Deinem Wunschanbieter der Fall ist.

Bitte achte in jedem Fall auf die folgenden beiden Dinge, damit einer Prepaid Rufnummernmitnahme nichts im Wege steht:

  • Dein Prepaid-Guthaben muss auf die Höhe der vom Anbieter geforderten Servicegebühr aufladen werden, damit die Rufnummernportierung durchgeführt werden kann.
  • Der Name, auf den der neue Vertrag läuft, muss identisch mit dem Namen sein, auf den die alte Prepaid-Karte zugelassen war. Nur dann kann die Rufnummernmitnahme erfolgen. Prüfe also im Zweifel noch einmal, ob die Prepaid-Karte tatsächlich auf Deinen Namen läuft.

Kostenfreie Verzichtserklärung Muster: Mit dieser Vorlage geht's ganz leicht

Was gehört in die Verzichtserklärung?

Die Verzichtserklärung mit dem Antrag zur Rufnummernportierung sollte schriftlich beim Provider Deiner Prepaid-Karte eingehen. Oft reicht eine E-Mail oder ein Fax – erkundige Dich aber sicherheitshalber, welche Form gewünscht ist.

In der Verzichtserklärung musst Du auf jeden Fall die Rufnummer nennen, die Du zu Deinem neuen Anschluss mitnehmen möchtest. Nenne außerdem das Datum, zu dem Du kündigen willst bzw. ab dem Du Deine Prepaid-Karte nicht mehr nutzen möchtest. Darüber hinaus gehören die Kundendaten in die Verzichtserklärung, also Name, Anschrift und E-Mail-Adresse.

Hast Du weitere Service-Dienstleistungen wie Tarifoptionen, MultiSIM-Karten oder ähnliches zu Deiner Prepaid-Karte gebucht, kannst Du diese im gleichen Schreiben kündigen bzw. auf die Weiternutzung verzichten. Prüfe vorher in den Vertragsdetails, ob es bestimmte Kündigungsfristen für diese Dienstleistungen gibt.

Bitte Deinen Provider darum, Dir eine schriftliche Bestätigung der Verzichtserklärung zukommen zu lassen.

Wo kann ich das Muster für die Verzichtserklärung herunterladen?

Einige Anbieter stellen eigens eine Vorlage für die Verzichtserklärung zur Verfügung. Möchtest Du Deine Prepaid-Karte kündigen und Deine Rufnummer zum neuen Anbieter mitnehmen, musst Du einfach das entsprechende Formular bei Deinem Anbieter ausfüllen.

Gibt es eine derartige Vorlage bei Deinem Provider nicht, kannst Du einfach unser Verzichtserklärung Muster nutzen. Lade das Musterschreiben einfach hier als Word-Dokument herunter oder kopiere den folgenden Mustertext für die Verzichtserklärung in Deinen Briefkopf o.ä.

Du benötigst eine kostenlose Vorlage einer Verzichtserklärung? Dann klicke einfach hier, um die Vorlage herunterzuladen!

Selbstverständlich musst Du in dem Muster der Verzichtserklärung noch Deine Daten ergänzen, also beispielsweise Handynummer, Kundendaten und die Adresse Deines Anbieters – diese findest Du zum Beispiel im Impressum des jeweiligen Anbieters.

Beispiel anhand ALDI Talk: Gehe auf alditalk.de, anschließend auf „Kontakt“ und dort findest Du unter „Fragen zum ALDI Talk Handytarif“ die Adresse

E-Plus Service GmbH & Co. KG
Postfach
14425 Potsdam

——————————MUSTER VERZICHTSERKLÄRUNG——————————

Max Mustermann
Musterstrasse 1

D-12345 Musterstadt

Anbieter
Anschrift Ihres Anbieters
D-12345 Musterstadt

Musterstadt, der XX. September 2016

Betreff: Kündigung sowie Verzichtserklärung bezüglich des Mobilfunkanschlusses

Sehr geehrte Damen und Herren,

hiermit kündige ich meinen Mobilfunkvertrag mit der Rufnummer 0171-xxxxxxx fristgemäß zum nächstmöglichen Zeitpunkt.

Sofern nach Beendigung des Vertrages & Übertragung der Rufnummer bitte ich das evtl. vorhandene Restguthaben auf folgendes Konto auszuzahlen: 

IBAN:

BIC:

Darüber hinaus beantrage ich die Freigabe meiner oben genannten Rufnummer zwecks Portierung zu einem neuen Anbieter. Die dafür anfallende Gebühr laut Ihrer Preisliste akzeptiere ich. Weiterhin werde ich dafür sorgen, dass diese Gebühr als Guthaben auf meinem bei Ihnen geführten Prepaid-Konto vorhanden ist.

Bitte bestätigen sie mir die Kündigung unter Angabe des genauen Kündigungstermins sowie die Anerkennung der Verzichtserklärung schriftlich.

Mit freundlichen Grüßen

Max Mustermann

——————————MUSTER VERZICHTSERKLÄRUNG——————————

Verzichtserklärung statt Kündigung bei Prepaid

Was die Kündigung bei Laufzeitverträgen ist, ist die Verzichtserklärung bei Prepaid-Karten. Wenn Du Deine Prepaid Rufnummern mitnehmen möchtest, fasst Du in diesem Schreiben Deinen entsprechenden Antrag zusammen. Damit es schneller geht mit der Prepaid Kündigung, stellen wir Dir ein Verzichtserklärung Muster zur Verfügung.

Außerdem haben viele Anbieter ebenfalls Muster für Verzichtserklärungen parat. Manchmal werden dabei noch spezielle andere Daten abgefragt – nur für den Fall, dass Du ein solches Verzichtserklärungs Muster benötigst, verlinke ich hier Verzichtserklärungen vom einigen Anbietern, die entsprechende Formulare selbst anbieten.

Und übrigens: Falls Du noch keinen neuen Handytarif ausgesucht hast, dann schau Dir unsere Zusammenstellung der besten Handytarife an. Vielleicht hilft Dir darüber hinaus auch der Handytarife Vergleich mit zahlreichen weiteren günstigen Tarifen. Damit findest Du bestimmt Deinen neuen Mobilfunkvertrag – egal, ob Prepaid, Allnet Flat, Handyvertrag oder Smartphone Bundle. 🙂

Schon mal 'ne Prepaid Rufnummernmitnahme gemacht? Deine Meinung ist gefragt …

Hattest Du Probleme mit der Verzichtserklärung? Gab es Ärger bei Deiner Prepaid Rufnummernmitnahme oder hast Du eine Frage dazu, wie Du Deine Prepaid Rufnummer mitnehmen kannst? Schildere Deine Erfahrungen und teile Deine Fragen mit uns – dazu kannst Du gern einen Kommentar hinterlassen. Wir sind gespannt auf Deine Meinung … 🙂

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
61 Bewertungen, durchschnittlich: 3,48 von 5 Sternen
Simone Gerdesmeier

Simone Gerdesmeier ist als freie Journalistin und ausgewiesene Mobilfunk-Expertin seit mehr als drei Jahren ein fester Bestandteil der smartphonepiloten-Redaktion.

Sie beschäftigt sich mit Themen wie Digital Lifestyle, aktuellen Tarifchecks sowie die Toplisten der Apps, die Du kennen musst.

Themen wie Gesundheit, Fitness und Ernährung haben es ihr besonders angetan und daher versuchen wir, den Spagat zwischen diesen Bereichen und der Welt des Mobilfunks hier zu meistern

Artikel & Beiträge von Simone Gerdesmeier

Das könnte Dich auch interessieren …

7 Antworten

  1. Avatar T Bergmann sagt:

    Die Bundesnetzagentur hat die Kosten für die Rufnummernmitnahme auf maximal 6,82 Euro beschränkt! (April 2020)

    https://www.verivox.de/themen/rufnummernmitnahme/

  2. Avatar Don sagt:

    Ist die Verzichtserklärung damit auch gleichzeitig eine Kündigung? Ich bin von CallYa Digital zu Congstar Laufzeit gewechselt hat auch alles mit der Portierung geklappt aber muss ich noch irgendwas beachten, dass CallYa nicht wieder den Monatsbreitrag abbucht oder ist das damit abgefrühstückt?

    • Thomas Kämmer Thomas Kämmer sagt:

      Hallo Don,

      im Grunde ist die Verzichtserklärung auch als Kündigung anzusehen. Ich würde es dennoch separat erwähnen, dass die Verzichtserklärung auch als Kündigung des Prepaid Vertrages zu verstehen ist.

      Viele Grüße

  3. Avatar Christiane sagt:

    Hallo,

    hier liegt ein entscheidender Fehler vor! Die Verzichtserklärung bedeutet NICHT, dass man auf sein Restguthaben verzichtet! Man verzichtet auf die Bereitstellung der Dienstleistungen, also darauf, den Prepaid-Vertrag wie gewohnt zu verwenden.
    Und nur mit dieser Verzichtserklärung ist eine Portierung der Rufnummer zum neuen Anbieter möglich.
    Es ist übrigens nicht zulässig, dass das Restguthaben nicht ausgezahlt wird.

    • Thomas Kämmer Thomas Kämmer sagt:

      Hi Christiane,

      vielen Dank für Deinen Hinweis. Wir haben den Artikel entsprechend der aktuellen Bedingungen angepasst.

      Viele Grüße

  4. Thomas Kämmer Thomas Kämmer sagt:

    Hallo marolou,

    vielen Dank für Deine netten Worte! Es freut mich, dass ich Dir helfen konnte. Dein Feedback nehme ich natürlich gerne mit! 🙂

    Beste Grüße,
    Thomas

  5. Avatar marolu sagt:

    Endlich mal eine einfache und klare Erklärung von Kündigung und Verzichtserklärung! Danke. Bei Lidl Connect bekommt ein Kunde/ eine Kundin beides zum Download angeboten, aber es wird nicht deutlich erläutert, welches Formular, wann eingesetzt wird.
    Vielleicht wäre es nochmal einen Abschnitt wert gewesen, den Ablauf, das zeitliche Timing eines Wechsels zu skizzieren: Mir war nämlich nicht klar, ob es sinnvoll ist, die Kündigung und die Nummernübernahme gleichzeitig anzustoßen, oder erst die Bestätigung des einen abzuwarten und dann den nächsten Schritt einzuleiten. Die Angst war, dass bei einen schlechten Timing die alte Nummer verloren geht – also nicht mitgenommen werden kann.
    Aber wie gesagt: Hier alles klar formuliert. Nochmals Danke.

Schreibe einen Kommentar

You have to agree to the comment policy.