LTE-Empfang verstärken – Antenne, Repeater, Femtozelle – Das kannst Du tun!

LTE-Empfang verstärken
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Was tun, wenn man mit dem Smartphone unter Stahlbeton steckt und der Empfang miserabel ist? Um Deinen LTE-Empfang zu verbessern gibt es verschiedene Möglichkeiten. Einige sind jedoch illegal. Dabei muss zwischen geschäftlichen und privatem Gebrauch unterschieden werden. Welche Möglichkeiten es gibt und was erlaubt ist oder nicht, erläutern wir Dir in unserem Artikel.

Was verschlechtert den LTE-Empfang?

StörfaktorenErläuterung
Entfernung zur BasisstationDie Entfernung zu Basisstation spielt eine Rolle bei der Empfangstärke: Die Signalstärke nimm mit steigender Entfernung ab. Das liegt daran, dass sich die Funkwellen nicht im leeren Raum fortbewegen, sondern durch ein Trägermedium. Bei uns Erdlingen ist das die Luft. Deswegen hat man in schlecht ausgebauten Gebieten mit wenig Funkmasten schlechten LTE-Empfang.
Absorption und Reflektion durch HindernisseNeben dem Signalverlust durch die Luft können Gebäude, Berge und andere Strukturen zwischen dem Empfangsgerät und der Basisstation das Signal absorbieren oder reflektieren und so das Signal schwächen.
Stahlbetonwände und DeckenIn Innenräumen können gerade Stahlbetonwände oder -decken das Signal absorbieren. An Orten mit dicken Stahlbetonwänden – zum Beispiel Tiefgaragen, Einkaufszentren oder Fitnessstudios – kann es daher sein, dass der Empfang schlecht ist, wenn man nicht an einem Fenster steht.
Metallanteil in FensterglasAber auch moderne Fenster mit Wärmeschutzverglasung und mehreren Fensterscheiben hintereinander können das Signal abschirmen. Häufig werden in dem Glas der Fenster Metallspiegel aufgetragen, die Wärmestrahlung reflektieren sollen. Die Spiegel können aber auch Funksignale abschirmen.
LuftfeuchtigkeitBei hoher Luftfeuchtigkeit steigt der natürliche Widerstand des Trägermediums Luft. So kann es in sehr feuchten Regionen (auf dem Land in Tälern, an der See oder Nahe Wäldern) und zu verschiedenen Tageszeiten zu besonders starken Signalverlusten kommen.
Schlechte Hardware des EndgerätsBei schlechtem Empfang ist nicht immer der Netzbetreiber, die Wand oder die Natur Schuld. Auch schlechte Hardware in Endgeräten kann für schlechten Empfang sorgen. So solltest Du darauf achten, dass dein Smartphone auch die nötigen Frequenzbänder unterstützt die lokal bei Dir befunkt werden. Gerade bei günstigeren Geräten aus China können bei der Frequenzbandabdeckung des Geräts wichtige Bänder für Deutschland aus Kostengründen weggelassen werden.
Zu viele eingebuchte Nutzer in FunkzelleMobilfunknetze sind ein sogenanntes „Shared Medium“. Das Funksignal, dass Du empfangen möchtest, ist nicht nur für Dich bestimmt, sondern für alle, die das gleiche Netz nutzen. Die Bandbreite einer Funkzelle wird zwischen allen Nutzern aufgeteilt. Nun stellt jedes empfangsfähige Endgerät aber auch ein Hindernis für alle anderen Geräte dar, denn nur bestimmte Datenmengen können pro Zeiteinheit versendet werden. Sind diese Kapazitäten ausgelastet, kann es sein, dass Schlicht kein Platz mehr für deine Daten ist. Das ist auch der Grund, warum Du am Bahnhof oder bei Großveranstaltungen schlechten LTE-Empfang hast.

Wie kann ich LTE-Funkfrequenzen verstärken?

Es gibt viele Möglichkeiten, Dein Mobilfunknetz zu verstärken, nicht alle davon sind legal. Gerade mit selbstfunkenden Lösungen solltest Du vorsichtig sein, denn der Ausbau der Netze ist den Netzbetreibern vorbehalten. Das heißt für Dich, dass Du nur Produkte aufstellen darfst, die das vorhandene Netz zum versenden von Daten nutzen und nicht eigenständig Daten in einem neuen Netz versenden. Das heißt auch, dass Privatkunden wie Du und ich sehr eingeschränkt in unseren Möglichkeiten sind, denn manchmal gibt es keine Lösung für Empfangsprobleme, ohne ein eigenes Netzwerk in Betrieb zu nehmen. In solchen Fällen ist es enorm wichtig, Deinen Netzanbieter zu informieren, denn je mehr Kunden sich beschweren, desto eher sieht der Mobilfunkbetreiber die Notwendigkeit selbst tätig zu werden.

Die strikte Rechtslage bindet Dir aber nicht komplett die Hände. Wir sehen ein paar Möglichkeiten, Deinen Empfang zu Hause zu verbessern. Diese legalen Lösungen zur Funkfrequenzverstärkung werden wir im folgenden behandeln:

  • Femtozelle des Netzbetreibers
  • GSM-Repeater
  • LTE- und UMTS-Außenantennen

Wie kann ich den LTE-Empfang in Innenräumen verbessern?

Es gibt einige Möglichkeiten, um den LTE-Empfang in Innenräumen zu verbessern, jedoch gibt es bei einigen rechtliche Hürden. In Deutschland werden Frequenzbänder und die einhergehenden Funkrechte auf diesen Bändern versteigert. Für 5G ist das gerade erst diesen Frühling geschehen. Die Rechte sind hierbei exklusiv, das heißt, die Netzanbieter haben das alleinige Recht ein Netzwerk über die ersteigerten Frequenzen zu betreiben.

Möchtest Du jetzt in Eigenregie – etwa durch einen Repeater – das Netz erweitern, musst Du dir die Einwilligung der Netzbetreiber einholen. Nur werden diese an Privatpersonen in der Regel nicht erteilt – nie! und zwar ausschließlich.

Eine bessere Lösung ist eine Außenantenne, die Du am Haus anbringen kannst.

GSM-Repeater

Ein GSM– oder LTE-Repeater funktioniert prinzipiell wie ein WLAN-Repeater, erzeugt also kein eigenes Signal, sondern nimmt lediglich ein schon vorhandenes Signal auf und transportiert es an einen anderen Ort, an dem es sonst nicht verfügbar wäre. Die Deutsche Bahn nutzt solche Repeater, um in ihren ICEs und neueren Nahverkehrszügen WLAN anbieten zu können.

Theoretisch ist es Privatpersonen wie Dir und mir erlaubt, GSM-Repeater zu erwerben und mit Genehmigung zu betreiben. Fakt ist jedoch, dass die Genehmigungen nicht erteilt werden. Und das hat gute Gründe:

  1. Ein Repeater ist ein sehr dummes Gerät. Und als solches verstärkt er alles, was in irgendeiner Weise wie ein Signal aussieht, für das er gebaut wurde. Wenn Du nun also Kunde bei der Telekom bist, nimmt Dein Repeater genau so Signale der Vodafone oder von o2 auf, ohne dass Du einen Vertrag mit diesen Anbietern hast und also auch nicht zahlst. Das heißt für Dich auch, dass Du nicht nur die Telekom fragen musst, ob Du das Gerät betreiben darfst, sondern auch alle anderen Netzanbieter, die in deiner Region senden.
  2. GSM-Repeater können zu Beeinträchtigungen im Funknetz und im schlimmsten Fall zu Störungen führen. Sollte das geschehen, treten nicht die Netzanbieter auf den Plan, sondern die zuständige Bundesbehörde. In Deutschland ist das die Bundesnetzagentur (BNetzA), die Ermittlungen aufnehmen wird und durch eigene Messungen den Verursacher ausfindig machen wird. Das Verursachen einer Netzstörung ist eine Straftat und wird mit einem hohen Bußgeld geahndet. Auch drohen durch die Funkstörungen vermeintlich Schadensersatzklagen der Mobilfunkbetreiber.
  3. Das erworbene Gerät muss vielen Verbraucherschutz- und Umweltnormen entsprechen. Wie bei anderen Produkten auch gilt eine CE-Norm für Europa. Geräte die diese CE-Kennziffer erhalten, sind erstens ziemlich teuer und zweitens benötigen sie noch eine Sendelizenz, die für Privatpersonen zum einen nicht verfügbar und zum anderen vermeintlich unbezahlbar wäre.

Die oben genannten Punkte gehen auf eine Recherche der Kollegen von teltarif.de vom 21.04.2016 zurück.

Femtozelle

Keine Lösung für Innenräume aber eine allgemeine und legale Lösung, um überhaupt ein Netz und damit LTE-Empfang zu bekommen, stellen sogenannte Femtozellen der Netzbetreiber dar. Vodafone hat eine Zeit lanf eine solche unter dem Namen „Sure Signal“ angeboten, auch o2 hatte offiziell die „Signal Box“ im Angebot. Die Telekom bietet seit jeher eigene Femtozellen nur für Geschäftskunden an und das auch erst nach eigener Prüfung durch einen Techniker. Für die meisten Privatpersonen und eigenständigen Unternehmer im Home Office werden keine Geräte zu Verfügung gestellt. Hier gelten ähnlich Begründungen wie für die GSM-Repeater oben.

Die Vodafone vertreibt ihre Femtozelle „Sure Signal“ hingegen auch an Privatkunden. Dabei müssen aber auch bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Zudem werden auch die Lösungen von o2 und Vodafone erst nach ausführlicher Prüfung vergeben. Hierzu wende Dich an den Kundendienst der Netzbetreiber.

Update 26.08.2019: In letzter Zeit sind in einigen Foren Erfahrungsberichte aufgetaucht, die darauf schließen lassen, dass auch die Vodafone und o2 den Verkauf von Femtozellen an Prvatpersonen einstellt.

Außenantenne

Eine bessere Lösung ist eine LTE- oder UMTS-Antenne, die nicht nur günstiger als ein GSM-Repeater sind, sondern auch ohne Einwilligung der Mobilfunkanbieter völlig legal. Solche Antennen nehmen das Signal auf und übermitteln es „Hardwire“ also per Kabel oder weiter per Funk an einen LTE-fähigen Router, der das Signal dann wieder per LAN oder WLAN ausgeben kann. Das funktioniert im großen und ganzen wie bei Fernsehantennen.

Die Anbringung einer solchen Antenne sollte durch einen Fachmann oder einer Fachfrau erfolgen. Zudem musst Du beachten, dass Du, wenn Du nicht der Eigentümer des Hauses bist, also zur Miete wohnst, den Vermieter um Erlaubnis bitten musst.

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Unserer Meinung nach ist eine LTE-Antenne die beste Lösung, um Deinen LTE-Empfang. Schlussendlich wird damit aber nur das LTE-Signal in ein WLAN-Signal umgewandelt. Private WLAN-Netze aufzubauen, ist ganz legal und es gibt gute Router und Repeater, womit Du auch in schwierigen, gut abgeschirmten Räumlichkeiten ein sehr gutes Netzwerk ausbauen kannst.
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Niklas Foitzik

Niklas Foitzik ist der "Techie" im Team der smartphonepiloten und ist immer bestens informiert über die neuesten technischen Fortschritte im Mobilfunk- und Hardwaresegment.

Er beschäftigt sich mit aktuellen Smartphones bzw. Tablets und zeichnet sich für unsere Hardware-Tests verantwortlich. Außerdem recherchiert er auf zahllosen anderen Internetportalen zu neuen Gadgets und hat wohl mehr Hardware zuhause als sonst einer von uns. :)

Niklas studierte Allgemeine Sprachwissenschaften, Deutsche Philologie und Komparatistik an der Georg-August Universität Göttingen.

Die smartphonepiloten profitieren von seiner über Jahre aufgebauten Expertise im Bereich Technik, Mobilfunkfrequenzen, Hardware, Prozessoren und diversen -überwiegend technisch orientierten - Themen.

Schwerpunkte bei den smartphonepiloten

  • Recherche neuer Hardware und Software
  • Beratung zu technischen Besonderheiten von Smartphones
  • Technik-Artikel rund ums Thema Smartphone
Hobbies außerhalb der Arbeit

  • Literatur
  • American Football
  • Case Modding

Android oder iOS?

Bei Software macht Apple keiner was vor. Die Bedienbarkeit ist für mich der einzige Kaufgrund für ein Apple iPhone. Ansonsten ist mir das zu teuer für die gebotenen Komponenten. Ich mag Hardware und da sind die vielen verschiedenen Android-Smartphones auf dem Markt einfach spannender.

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