Handy-Kostenfallen: Die 13 fiesesten Tricks & Abzocken bei Handyverträgen

Handy Kostenfallen

Bei Mobilfunkverträgen gibt es ein paar schwarze Schafe unter den Anbietern, die durch fiese Kostenfallen jede Menge Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Früher waren das beispielsweise Verwaltungsgebühren bei Nichtnutzung eines Prepaid-Tarifs oder auch die horrenden Kosten für mobiles Datenvolumen im Ausland.

Mittlerweile sind jedoch viele dieser Kostenfallen bei Handyverträgen durch den Gesetzgeber verboten worden. Aber dennoch gibt es noch immer einige Kostenfallen, die Du beachten solltest. In diesem Artikel zeige ich Dir die 13 häufigsten Kostenfallen der Mobilfunkanbieter. Damit bleibt Dein ehemals günstiger Handytarif dann auch wirklich so günstig!

Kostenfalle Handyvertrag: Auf diese 13 Tricks solltest Du bei Deinem Handyanbieter achten

Automatische Verlängerung nach 24 Monaten

Wir kennen es alle: Ein Handyvertrag – gerade zusammen mit einem Smartphone – wird in der Regel mit einer Laufzeit von 24 Monaten abgeschlossen. Sofern Du einen monatlich kündbaren Handyvertrag hast, dann brauchst Du gar nicht weiterlesen, denn diese Kostenfallen ist für Dich nicht relevant! 🙂

Wenn Du jedoch einen Vertrag mit 24 Monaten Bindung abgeschlossen hast, dann musst Du unbedingt beachten, dass sich der Handyvertrag bei Nichtkündigung bzw. nicht fristgerechter Kündigung automatisch verlängert. Früher sogar für ganze 24 Monate.

Das hat der Gesetzgeber mittlerweile aber unterbunden und so verlängern sich Handyverträge in der Regel automatisch um weitere 12 Monate.

Viel perfider ist aber die Masche, die mit der automatischen Verlängerung sehr häufig einhergeht. Doch dazu mehr in der nächsten Kostenfalle.

Tipp

Um diese Kostenfalle zu vermeiden, lohnt es sich entweder, einen monatlich kündbaren Tarif abzuschließen, oder eben rechtzeitig und mit einer Frist von spätestens 3 Monaten zum Ende der Laufzeit zu kündigen.

Höhere Grundgebühr nach Ende der Laufzeit – oder mittendrin

Nicht nur die automatische Verlängerung der Handyverträge stellt eine Kostenfalle dar.

Auch die Erhöhung der Grundgebühr nach Ablauf der regulären Vertragslaufzeit ist ein gängiges Mittel, um noch mehr Geld in die Kassen der Mobilfunkanbieter zu spülen.

Wenn Du also vergisst zu kündigen oder aber Deine Kündigung nicht fristgerecht eingeht, verlängert sich Dein Tarif um die besagten 12 Monate. Allerdings erhöht sich auch Deine Grundgebühr und anstatt 12,85 Euro zahlst Du ab dem 25. Monat dann 19,85 Euro (am Beispiel der klarmobil Allnet Flat).

Streichpreis Handy Abzocke

Bei den Streichpreisen ist Vorsicht geboten. In diesem Beispiel kostet der tarif in den ersten 24 Monaten je 12,85 Euro pro Monat und anschließend 19,85 Euro. Eine Steigerung von rund 35 Prozent.

Das gilt es natürlich in jedem Fall zu beachten, denn abhängig von Anbieter und Tarif kommen schnell Aufschläge von bis zu 40 Prozent oder noch mehr auf die monatliche Grundgebühr hinzu.

Tipp

Auch bei dieser Kostenfalle gilt: Am Besten rechtzeitig kündigen oder einen Handyvertrag auswählen, der keine Laufzeit bzw. nur einen Monat Laufzeit beinhaltet. Allerdings gibt es auch Angebote mit 24 Monaten Vertragslaufzeit, die anschließend nicht teurer werden. Dann greift diese Kostenfalle natürlich ebenfalls nicht.

Kostenpflichtige Abos und Sicherheitspakete sind vorab eingerichtet

Es gibt zahllose Apps und Dienste für das Smartphone, deren Wirksamkeit und Notwendigkeit mehr als umstritten sind. Beispielsweise die diversen Virenschutzscanner für Mobilgeräte oder spezielle Abos, die monatlich ein bestimmtes Kontingent an Klingeltönen oder sonstigen – eigene Meinung – unsinnigen Zusatzleistungen zur Verfügung stellen.

Jeder von uns, der sein Handy schon ein paar Jahre länger benutzt hat sicherlich schon die Erfahrung machen müssen, dass diese Abos das Guthaben schnell leersaugen können.

Besonders tricky wird es aber, wenn die Mobilfunkanbieter solche Dienste bereits vorab in den Vertrag verankern. Dann sind spezielle Tarifoptionen oder Abos beispielsweise für drei Monate kostenfrei und werden anschließend zusammen mit der Handyrechnung abgebucht.

Voreingestellte Abos in Handyverträgen

Bei einigen Handyverträgen sind Optionen wie der „Norton Virenschutz“ bereits vorausgewählt und kosten nach Ablauf einer Gratis-Testphase zusätzliches Geld.

Beispiele dafür sind:

  • Die BILDplus oder Napster Tarifoption bei smartmobil, simply etc. – dort sind 30 Tage umsonst und anschließend wird die Gebühr für die Option bzw. beide Optionen in Rechnung gestellt. Eine Kündigung der Tarifoption ist aber einfach online in der Drillisch Servicewelt möglich.
  • In einigen Tarifen von mobilcom-debitel ist der Virenscanner Norton Mobile Security enthalten oder wird im Bestellprozess nahezu unbemerkt mitbestellt. Auch hier lauert eine Kostenfalle.
  • Beim o2 Free gibt es Sky Tickets für 6 Monate gratis. Danach wird der Streaming-Dienst jedoch kostenpflichtig. Auch dabei sollte also rechtzeitig gekündigt werden.
Tipp

Damit Du diese Kostenfalle vermeiden kannst, solltest Du bereits bei der Bestellung darauf achten, ob ein entsprechendes Abo mitbestellt wird.

In der Regel kannst Du aber alle Abonnements monatlich oder mit 3 Monaten Kündigungsfrist kündigen – sofern es bereits zu spät sein sollte und Du in der Abo-Falle sitzt. Manchmal hilft aber auch ein klärendes telefonisches Gespräch mit Deinem Anbieter – aus Kulanz werden solche Abos auch gelegentlich beendet.

Kostenfalle mobiles Internet: Von Internet Flat, Datenvolumen & Datenautomatik

Beim mobilen Internet lauert ebenfalls eine der häufigsten Kostenfallen im Mobilfunk: Die Datenautomatik!

Im Vergleich zu einer normalen Internet Flat wird bei der Datenautomatik nach Verbrauch des Inklusiv-Datenvolumens automatisch weiteres Datenvolumen nachgelegt. Und das das natürlich kostenpflichtig – dazu zwei drei Beispiele:

  1. In einem Tarif im Telekom-Netz gibt es keine Datenautomatik. Nachdem Du das inkludierte Datenvolumen von 2 GB mit LTE-Speed verbraucht hast, surfst Du bis Monatsende gedrosselt mit maximal 64 kBit/s weiter. Allerdings fallen keine weiteren Kosten an.
  2. In einem Tarif im o2-Netz ist eine Datenautomatik vorhanden, die deaktiviert werden kann. Du verbrauchst Deine 2 GB mit LTE-Speed. Anschließend werden ungefragt und automatisch bis zu drei Mal weitere 100 MB zum Preis von je 2,00 Euro nachgelegt – anschließend surfst Du kostenfrei gedrosselt weiter. Du musst also mit zusätzlichen Kosten von 6,00 Euro rechnen. Allerdings kann diese Datenautomatik deaktiviert werden, so dass Du nach Verbrauch gedrosselt mit maximal 16 kBit/s kostenfrei weitersurfen kannst.
  3. In einem Tarif im o2-Netz ist eine Datenautomatik vorhanden, die als „fester Tarifbestandteil“ deklariert ist und somit nicht deaktiviert werden kann. Auch hier greifen die gleichen Kosten nach Verbrauch der 2 GB. Allerdings kannst Du die Datenautomatik Kostenfalls nicht deaktivieren und so bleibt Dir nach Verbrauch des Datenvolumens nur, die Mehrkosten in Kauf zu nehmen oder Deine mobile Internetverbindung bis zum Anfang des nächsten Monats auszuschalten.

Hier noch einmal die offizielle Beschreibung der Datenautomatik am Beispiel Drillisch.

Datenautomatik Kostenfalle

Du siehst also, die Datenautomatik ist eine ziemlich fiese Kostenfalle in Handyverträgen. Ich persönlich würde nur einen Handytarif ohne feste Datenautomatik abschließen, denn mir wäre das Risiko zu hoch, dass ich doch mal das Datenvolumen überziehe.

Tipp

Vermeide die Datenautomatik Kostenfalle, in dem Du Dir einen Tarif ohne Datenautomatik suchst. Häufig sind Angebote mit fester Datenautomatik jedoch günstiger. Wenn Du Deinen Datenverbrauch hingegen sehr gut einschätzen kannst, spricht auch nichts gegen einen Handytarif mit Datenautomatik.

Automatisches Aufladen bei Prepaid Tarifen

Bei einem Prepaid Tarif lädst Du Dein Konto mit einem fixen Guthaben auf – beispielsweise 15 Euro. Sobald diese 15 Euro verbraucht sind, beispielsweise durch rund 166 Minuten Telefonie, kannst Du nicht mehr weiter telefonieren.

Beim „unechten Prepaid“ bzw. dem automatische Aufladen ist dies aber dennoch möglich, denn Dein Anbieter hat Deine Kontodaten und zieht nach Unterschreiten eines bestimmten Limits automatisch weitere Guthaben ein. Damit kannst Du in eine echte handy Kostenfalle rutschen, denn somit besteht quasi gar kein Limit mehr. Das bemängelte beispielsweise die Verbraucherzentrale NRW am Beispiel Aldi Talk.

Automatische Aufladung Prepaid Kostenfalle

Bei der Telekom wird die „Automatische Aufladung“ wie folgt beschrieben. Daraus kann sich eine Handy Kostenfalle entwickeln.

Wenn Du von den 15 Euro beispielsweise 10 Euro vertelefoniert hast, dann wird automatisch Guthaben von Deinem Bankkonto abgebucht und steht zum Verbrauch in Deinem „Prepaid-Tarif“ bereit. Angenommen, das passiert nun drei Mal pro Monat, weil Du sehr viele telefonierst, surfst oder im Internet unterwegs bist – dann liegst Du mal eben bei 45 Euro.

Vorsicht ist daher immer geboten, wenn Du bei einem Prepaid-Tarif Deine Kontoverbindung angeben sollst. Auch wenn Du nach der „automatischen Aufladung“ gefragt wirst, solltest Du hellhörig werden.

Tipp

Wenn Du die volle Kostenkontrolle behalten möchtest, suche Dir einen echten Prepaid-Tarif aus, den Du über Guthaben-Karten von der Tankstelle oder vom Kiosk aufladen kannst. Solche Angebote findest Du beispielsweise in unserem Prepaid Vergleich.

Teure Verbindungen zu Sonderrufnummern

Bei einigen Unternehmen oder Diensten besteht die einzige Möglichkeit den Kundenservice zu erreichen über ein Nummer, die mit 01805 oder sogar 0900 beginnt. Das sind dann die sogenannten Sonderrufnummern, von denen Du vielleicht schon einmal gehört hast.

Gerade Handyverträge haben häufig sehr schlechte Konditionen zu diesen Sonderrufnummern. So zahlst Du abhängig von der gewählten Nummer bis zu drei Euro – und das pro Minute.

Hier ein paar gängige Beispiele für Sonderrufnummern:

  • 0900 Sonderrufnummer: Bekannt unter anderem durch schlüpfrige Erotik-Nummern – ehemals waren es die Vorwahl 0190. Bei dieser Vorwahl kannst Du bei einer Verbindung aus dem Mobilfunknetz mit Kosten von bis zu drei Euro pro Minute rechnen. Die Verbindungspreise werden jedoch vor Zustandekommen der Verbindung angesagt.
  • 01805 Sonderrufnummer: Aus dem Festnetz kostet eine Verbindung zu einer 01805 Servicenummer 14 Cent pro Minute. Aus dem Mobilfunknetz wird es teurer. Die Maximalkosten für eine Verbindung zur 01805er-Nummer ist jedoch seit 2010 auf 42 Cent pro Minute gedeckelt.
  • 01377/01378/01379 Sonderrufnummern: Rufnummern mit dieser Vorwahl sind aus dem Mobilfunknetz nicht gerade günstig. Schon aus dem Festnetz kostet eine Verbindung zu einer solchen Rufnummer – die beispielsweise häufig bei Gewinnspielen im Fernsehen zum Einsatz kommt – in der Regel 50 Cent oder sogar 100 Cent. Aus dem Mobilfunknetz liegen Verbindungen zwischen 29 Cent und 1,39 Euro pro Minute. Hinzu kommen gegebenenfalls einmalige Kosten von bis zu 1,16 Euro.
Tipp

Verzichte darauf, Sonderrufnummern von Deinem Handy anzurufen. Kostenfrei sind lediglich 0800 Servicenummern – egal, ob Du aus dem Festnetz oder dem Mobilfunknetz anrufst.

Schlechte Taktung bei minutenbasierten Gesprächen

Diese Handyvertrag Kostenfalle ist besonders bei Prepaid Tarifen und Angeboten mit Inklusivminuten sehr verbreitet. Um die Masche zu erläutern, hier ein kurzes Beispiel:

Du rufst kurz bei einem Freund an und nach vier Freizeichen geht die Mailbox ran. Allerdings willst Du nicht draufsprechen und legst nach 3 Sekunden wieder auf.

Kein Problem, könnte man denken – dann bezahle ich halt für diese 3 Sekunden. Aber genau hier greift die Kostenfalle der Taktung in Deinem Mobilfunkvertrag. Denn in einigen Verträgen wird Dir für dieses 3-sekündige Gespräch eine ganze Minute in Rechnung gestellt bzw. von Deinem Inklusiv-Datenvolumen abgezogen.

Hier die gängigen Taktungen bei Handyverträgen im Überblick:

  • 1/1-Taktung: Dabei wird sekundengenau abgerechnet. Diese Taktung ist am sichersten und hilft Dir dabei, Geld zu sparen, denn hier wird jede Sekunden einzeln berechnet.
  • 30/1-Taktung: Bei der 30/1-Taktung werden die ersten 30 Sekunden immer pauschal abgerechnet, anschießend erfolgt eine sekundengenaue Taktung.
  • 60/60-Taktung: Bei der 60/60-Taktung wird minutengenau abgerechnet – das gilt sowohl für die erste Minute als auch die folgenden
  • 60/1-Taktung: In Handyverträgen mit der 60/1-Taktung wird die erste Minuten voll abgerechnet und anschließend sekundengenau getaktet.

Sofern Du übrigens keine Angabe in der Preisliste oder den AGBs Deines Anbieters findest, kannst Du davon ausgehen, dass es sich um eine minutengenau 60/60-Taktung handelt.

Handyvertrag Taktung

Hier die minutengenaue Taktung am Beispiel des Blau Prepaid Tarifs. Auch wenn ein Gespräch hier nur drei Sekunden oder weniger dauert, wird eine volle Minute berechnet.

Angesichts von Minutenpreisen von 9 Cent oder sogar 6 Cent mag das jetzt nicht so die große Rolle spielen, aber wenn wir es mal hochrechnen und Du im Durchschnitt einmal täglich ein solches „3-Sekunden-Gespräch“ führst, dann entspricht das im Jahr Mehrkosten von rund 30 Euro.

Wer wissen will, wie ich auf diese Summe gekommen bin: Bei einer Sekundentaktung würdest Du 365 Tage x 3 Sekunden zahlen. Also insgesamt im Jahr rund 18 Minuten. Das entspricht bei einem Minutenpreis von 9 Cent pro Jahr rund 1,62 Euro. Sofern aber eine Minutentaktung vorliegt, zahlst Du 365 Tage x 1 Minute – also insgesamt pro Jahr 365 Minuten. Bei ebenfalls 9 Cent etspricht das jährlichen Kosten von 32,85 Euro.

Tipp

Achte beim Abschluss Deines Handyvertrags auf die Taktung. Diese findest Du in der Preisliste oder den AGBs des Anbieters. Das gilt natürlich nur für für Handytarife mit Inklusivminuten oder Prepaid Tarife. Bei Allnet Flats musst Du nicht auf die nationale Taktung achten, da hier ja alle Verbindungen in die deutschen Netze inklusive sind.

Teure Service-Hotline

Manchmal ist der persönliche Kontakt zu einem Ansprechpartner beim Handyanbieter nicht verkehrt. Vielleicht stimmt eine Rechnung nicht oder Deine Verbindung ist gestört.

Noch vor einigen Jahren war es eine sehr beliebte Masche der Anbieter, eine teure Servicehotline anzubieten. Dort hast Du dann schnell mal einen oder zwei Euro pro Minute bezahlt. Das geht natürlich gar nicht!

Mittlerweile haben glücklicherweise nahezu alle Anbieter auch einen Online-Service über ein Kundenportal, Ticketsystem oder ein Kontaktformular. Darauf würde ich auch in jedem Fall ausweichen – zumal Du dann in der Regel auch eine schriftliche Rückmeldugn erhältst.

Tipp

Achte vor dem Anruf beim Kundenservice Deines Anbieters darauf, dass es sich entweder um eine kostenfreie Ortsvorwahl, die kostenlose Sonderrufnummer 0800 handelt. Vorsicht: Auch bei Kurzwahlen können Kosten anfallen. In der Regel werden die zu erwartenden Kosten vor Beginn des Gesprächs angesagt.

Einheiten ins Ausland und im Ausland

Auch bei Auslandsverbindungen langen einige Handyanbieter kräftig zu. Doch zum Glück sind innerhalb der EU die Kosten für Minuten, SMS und Roaming mittlerweile gedeckelt, so dass Du hier keine hohe Kostenfalle mehr zu erwarten hast.

Weiterhin gibt es im Ausland eine Art Kostenschutz: Nachdem pro Monat Kosten von 59,50 Euro für mobile Daten verursacht wurden, wird die Datenverbindung automatisch beendet und kann nach einer SMS wieder aktiviert werden. Das schützt sich zumindest vor hohen Handyrechnungen von mehreren Hundert Euro oder noch mehr – davon hat man in den vergangenen Jahren ja immer wieder mal gehört.

Vorsicht ist aber nach wie vor geboten, wenn Du Deinen Handyvertrag nicht innerhalb der EU verwenden möchtest. Dann lohnt es sich meistens mehr, eine Prepaid Karte des jeweiligen Landes zu kaufen, da die Verbindungen sonst sehr hoch abgerechnet werden und Du mit Kosten von 2,00 Euro pro Minute oder noch mehr rechnen musst.

Tipp

Checke Deinen Vertrag auf die Konditionen im EU-Ausland und bei weltweiter Telefonie und Daten. Wenn Du Zweifel hast, verzichte besser auf die Handynutzung im Ausland oder informiere Dich bei Deinem Anbieter über spezielle Tarifoptionen und Roaming-Pakete.

Rufumleitungen werden häufig extra berechnet

Vielleicht möchtest du eingehende Verbindungen auf Dein Handy auf eine andere Nummer weiterleiten – beispielsweise, weil Du gerade im Urlaub bist. Doch das kann ebenfalls zu einer Kostenfalle werden, denn Rufumleitungen sind bei Weitem nicht bei jedem Anbieter kostenlos.

Handy Rufumleitung Kosten Falle

Bei klarmobil wird auch in den Allnet Flat Tarifen ein Minutenpreis von 9 Cent bei Rufumleitungen berechnet.

Rufumleitung Handy

Bei 1und1 scheint die Rufumleitung vom Handy ins Festnetz oder ins Mobilfunknetz hingegen kostenfrei zu sein.

In der Regel könnte man ja davon ausgehen, dass eine Rufumleitung vom Handy aufs Festnetz im Rahmen einer Allnet Flat inkludiert ist. Allerdings ist das von Anbieter zu Anbieter abweichend. Am Besten wirfst Du einen Blick in die AGBs und die Preislisten. Dort steht dann beispielsweise ein Minutenpreis für die Rufumleitung.

Tipp

Sofern eine Rufumleitung für Dich interessant ist, solltest Du Dich im Vorweg über die Kosten für die Rufumleitung informieren. Eine Alternative ist es auch, einfach auf der Mailbox eine Ansage mit der Rufnummer zu hinterlassen. Dann wissen die Anrufer direkt, woe sie anrufen sollen und Du sparst Dir die Kosten für die Rufumleitung.

Smartphone Bundles nicht immer günstig

Viele Mobilfunkanbieter locken mit besonders günstigen Smartphone Bundles. Dabei erhältst Du ein neues Endgerät zusammen mit einem günstigen Tarif. Doch manchmal sind diese Handy Bundles gar nicht so preiswert, wie es Dir die Anbieter weismachen möchten.

Der beste Weg ist, zunächst einmal nach einem günstigen Handytarif zu schauen, diesen auf eine Laufzeit von zwei Jahren hochzurechnen und zusätzlich den Preis für die Hardware zu addieren. Nun kannst Du diese Kosten durch 24 Monate teilen und Dir damit die monatliche Grundgebühr errechnen. Damit kannst Du diese effektive Grundgebühr besser mit dem eines Smartphone Bundles vergleichen. Dabei hilft Dir auch unser Handy Bundle Vergleich.

Tipp

In vielen Fällen wirst Du sehen, dass es sich eher lohnt, das Handy unabhängig vom Tarif zu kaufen. Gerade in der aktuellen Phase, in der Mobilfunktarife in Deutschland sehr günstig angeboten werden. Wenn Du allerdings zwangsläufig zu einem Netzbetreiber wie Telekom, Vodafone oder o2 möchtest, dann sind Bundles in der Regel sehr sinnvoll, da die Geräte über teurere Tarife subventioniert werden.

SIM-lock oder Net-Lock gesperrte Smartphones und Handys

Sofern Du Dich für ein Smartphone Bundle entschieden hast, solltest Du Dich bereits vorab schlau machen, ob es einen SIM-Lock oder Net-Lock gibt. Das ist gerade bei den Netzbetreibern selbst häufig der Fall.

Ein SIM-Lock oder Net-Lock wird von den Providern eingerichtet, um zu verhindern, dass das subventionierte Gerät mit einer anderen SIM-Karte in einem anderen Netz verwendet wird. Damit wollen die Anbiete erreichen, dass auch über die Laufzeit von 24 Monaten weiter kräftig Geld in ihre Kassen gespült wird. In meine Augen ist da auch legitim: Wer sich für ein Handy Bundle entscheidet, sollte das in jedem Fall im Auge behalten.

Hier nun aber noch eine Zusatzinfo: Wer den SIM-Lock vorab entfernen möchte, zahlt dafür eine Art Schutzgebühr. Diese liegt in der Regel bei rund 200 Euro. Nach 2 oder 3 Jahren kann der SIM-Lock auch kostenfrei entfernt werden.

Tipp

Wer glaubt, er könne ein günstiges Handy Bundle schießen und schließlich die SIM-Karte eines deutlich günstigeren Anbieters verwenden, der irrt. Ich würde mich auch nicht darauf verlassen, dass ein SIM-Lock geschütztes Smartphone mit der SIM-Karte eines anderen Anbieters im gleichen Netz funktioniert (beispielswiese Telekom-Handy mit sparhandy-Vertrag). Besser ist es da, das Smartphone separat vom Tarif zu erwerben.

Die Handy Kostenfalle schlechthin: Ein überdimensionierter Handytarif

Du solltest außerdem darauf achten, einen Handyvertrag zu nutzen, der sich auch genau nach Deinen Bedürfnissen richtet. Es ist niemandem damit geholfen, wenn Du einen über- oder unterdimensionierten Handyvertrag verwendest, der Dich entweder zu viel Geld im Monat kostet oder zu wenig und damit zusätzliche Kosten für Einheiten und/oder Internet verursacht.

Die beste Möglichkeit ist es, Deinen Verbrauch über die vergangenen drei Monate zu beobachten und zu notieren. Wie viele Minuten telefonierst Du im Monat? Gibt es große Ausreißer? Welches Datenvolumen verbrauchst Du und nutzt Du Dein handy auch im Ausland?

Anschließend gibst Du diese Daten in den Handytarife Vergleich ein und kannst Dir dann die günstigsten Angebote anzeigen lassen. Vielleicht hilft Dir auch dieser Artikel weiter: Welcher Handytarif passt zu mir?

Deine Erfahrungen mit Handy Kostenfallen?

Bist Du schon einmal in eine Handy Kostenfalle geraten oder kennst Du eine weitere, die ich in diesem Beitrag nicht erwähnt habe? Dann lass‘ es mich wissen und hinterlasse gleich einen Kommentar!

In jedem Fall möchte ich Dir ans Herz legen, diesen Artikel vor Abschluss eines Handyvertrags aufmerksam durchzuschauen und Deinen bevorzugten Tarif auf die Handy Kostenfallen zu überprüfen. Natürlich freue ich mich auch, wenn Du diesen Beitrag mit Deinen Freunden teilst.

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