Rekordsommer 2019: So schützt Du Dein Smartphone im Sommer …
von Jannik Degner // Gründer & Mobilfunk-Journalist
25. Juli 2019
Es ist heiß in Deutschland! Bei Temperaturen von über 30 Grad Celsius schwitzen nicht nur Menschen, die Hitze macht auch elektronischen Geräten zu schaffen. Damit Dein Smartphone nicht schlapp macht, erfährst Du hier, wie Du es vor der Sonne und anderen typischen Sommergefahren schützt.
Wir zeigen Dir, welche 3 Gefahren es für Dein Handy gibt und was Du zum Schutz Deines Smartphones in der heißen Jahreszeit tun kannst!
Gefahr Nummer 1: Hitze
Während wir im Sommer schwitzen, denken wir manchmal gar nicht daran, dass die Hitze auch elektrischen Geräten schaden kann. Ein Blick in die Betriebsanleitung des Smartphones zeigt: Betriebsfähig sind viele aktuelle Geräte nur bei Temperaturen zwischen 0 und 35 Grad. Selbst weniger hitzeempfindliche Geräte machen bei spätestens 60 Grad Celsius schlapp.
Was passiert mit dem Handy bei heißen Temperaturen?
Steigt die Temperatur um 10 Grad Celsius an, verdoppelt sich damit die Geschwindigkeit, mit der ein Smartphone-Akku altert. Der französische Batteriehersteller Saft hat ermittelt, dass Akkus bei Temperaturen von 25 Grad eine etwa sechsmal höhere Lebensdauer haben als bei 50 Grad.
Liegt Dein Smartphone in der prallen Sonne, verliert der Akku also an Leistung. Dass er allein durch Sonneneinstrahlung explodiert, ist dagegen eher unwahrscheinlich.
Nicht nur der Akku ist wärmeempfindlich. Lässt Du Dein Smartphone zu lange in der Sonne liegen, funktioniert danach eventuell das Display nicht mehr. Durch die Hitze ändern die Flüssigkristalle des Bildschirms nämlich ihre Eigenschaften und können nichts mehr anzeigen.
Speicher und Prozessoren des Smartphones sind ebenfalls wärmeempfindlich. Bei sehr hohen Temperaturen können einzelne Bauteile sogar schmelzen.
So schützt Du Dein Smartphone vor Überhitzung
Die meisten Smartphones verfügen über einen eingebauten Überhitzungsschutz. Ein Wärmesensor misst die Temperatur des Akkus und schaltet das Gerät ab, wenn der Akku zu heiß wird.
Dennoch solltest Du Dein Smartphone vor zu großer Hitze schützen. Das erhöht die Lebensdauer und die Leistungsfähigkeit.
Hier sind einige Tipps, mit denen Du Dein Handy im Sommer vor dem Hitzschlag bewahrst:
- Schütze das Smartphone vor direkter Sonneneinstrahlung und bewahre es an einem kühlen, schattigen Ort auf.
- Lass Dein Smartphone nicht über längere Zeit im Auto liegen, auch nicht im Handschuhfach.
- Nimm an sehr heißen Tagen eventuell die Handyhülle ab, da sich unter der Hülle noch mehr Wärme entwickelt.
- Schließe alle Apps, die Du gerade nicht brauchst, oder aktiviere den Stromsparmodus. Dadurch drosselst Du Hintergrundprozesse, die das Smartphone zusätzlich aufheizen.
- Aktiviere den Flugmodus, da auch Netzwerkverbindungen den Akku belasten.
- Verzichte bei großer Hitze auf die Schnellladefunktion und auf kabelloses Laden. Ein Standardnetzteil entwickelt am wenigsten Hitze.
Merkst Du, dass Dein Smartphone zu heiß wird, schalte es aus und lege es zum Abkühlen an einen schattigen Ort. Doch Vorsicht: Auf gar keinen Fall solltest Du das Smartphone in eine Kühltasche oder gar den Kühlschrank legen. Trifft die kühle Luft aufs überhitzte Handy, kann Kondenswasser entstehen, das der Elektronik schadet.
Gefahr Nummer 2: Sand
Hitze ist keineswegs das einzige Risiko, dem Dein Smartphone im Sommer ausgesetzt ist. Während ein feiner Sandstrand für Dich vor allem Erholung und Sonnenbaden bedeutet, wartet hier auf Dein Handy eine weitere große Gefahr.
Feine Sandkörner können das Display und die Oberfläche des Smartphones zerkratzen. Im schlimmsten Fall dringen sie sogar ins Geräteinnere ein. Dort können die Sandkörner der Elektronik schaden und beispielsweise die Kamera blind machen.
So schützt Du Dein Handy vor Strandsand
Willst Du Dein Smartphone beim Strandurlaub vor Gefahren schützen, investiert Du am besten in eine staub- und wasserdichte Handyhülle. Alternativ funktioniert auch ein Plastikbeutel mit Reißverschluss. Da ass Gerät in Hülle und Beutel noch schneller aufheizt, lagere Dein Smartphone beim Aufenthalt am Strand schön schattig.
Fällt Dir Dein Handy doch einmal in den Sand, puste die Sandkörner auf keinen Fall weg. Auf diese Weise treibst Du den feinen Sand noch weiter ins Gerät. Entferne den Sand besser mit einem feinen Pinsel oder sauge ihn vorsichtig ab.
Gefahr Nummer 3: Wasser
Wasser ist der natürliche Feind empfindlicher Elektronik. Die meisten Smartphones verfügen heute mindestens über einen Spritzwasserschutz. Viele Highend-Geräte sind sogar gemäß Schutzklasse IP67 und IP68 vor kurzem Untertauchen geschützt. Dadurch überleben sie auch einen Sturz in die Kloschüssel oder eine Regenpfütze.
Der Schutz nach IP67 und IP68 bezieht sich allerdings nur auf Frischwasser. Gegen salziges Meerwasser, gechlortes Poolwasser und zuckerhaltige Softdrinks ist auch der Wasserschutz machtlos.
So schützt Du Dein Smartphone vor einem Wasserschaden
Möchtest Du Dein Handy zuverlässig gegen Flüssigkeiten aller Art schützen, gilt derselbe Tipp wie beim Schutz vor Sand: Stecke es in eine wasser- und staubfeste Hülle oder einen gut verschließbaren Zip-Beutel.
Macht Dein Smartphone doch nähere Bekanntschaft mit dem Wasser, schalte es so schnell wie möglich aus. Falls möglich, entnehme den Akku, die SIM-Karte und alle nicht fest verbauten Teile. Anschließend lässt Du alle Einzelteile über mehrere Tage hinweg trocknen.
Damit Du Dein Smartphone richtig trocken legen kannst, stellen wir Dir in unserem Ratgeber 3 Erste-Hilfe-Maßnahmen bei einem Wasserschaden vor.
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Kennst Du weitere Tipps & Tricks, um Dein Smartphone im Sommer zu schützen? Verrate es uns gleich in den Kommentaren! 🙂
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Mehr Infos zum Thema: Tutorial
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