Umstrittene Vodafone-Werbung von Bundesnetzagentur untersagt

Vodafone-Werbung zu DVB-T

Im Zuge der geplanten Umstellung auf DVB-T2 HD hat Vodafone im Januar 2017 mit sehr dubiosen Postwurfsendungen auf sich aufmerksam gemacht. Die Vodafone-Werbung kam auf Postkarten gedruckt, in einem amtlich anmutenden Design mit der Info, dass sich an der Adresse des Anschlussinhabers etwas wichtiges geändert hätte. In anderen Schreiben wurde eine Aktion des Empfängers gefordert, da das bisherige Antennenfernsehen Ende März 2016 durch DVB-T2 HD ersetzt wird.

Die Bundesnetzagentur hat diese Form von Vodafone-Werbung mittlerweile untersagt und eine Strafzahlung von 20.000 Euro angedroht. In diesem Beitrag erfährst Du alles Wichtige zu der dubiosen Vodafone-Werbung und wie Du Dich aufgrund der Umstellung auf DVB-T2 wirklich verhalten solltest.

„Dubiose Vodafone-Werbung“: Amtlich anmutende Schreiben von Bundesnetzagentur untersagt

Vodafone und Kabel Deutschland haben sich im Januar 2017 nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Es wurden Postkarten, Briefsendungen und andere Anschreiben bundesweit an zahlreiche Empfänger gesandt, die zum schnellen Handeln auffordern.

Dabei versucht Vodafone durch eine dubiose Werbung auf Kundenfang zu gehen. Unsere aufmerksamen Leser wissen, dass das bisherige DVB-T Antennenfersehen am 29. März 2017 durch das neue DVB-T2 HD abgelöst wird. In diesem Zug versucht Vodafone Kabel Deutschland scheinbar, sich durch gezielte Verunsicherung ein paar Neukunden zu sichern.

Die Vodafone-Werbung in Form von Postkarten und Briefen, die in den vergangenen Wochen versandt wurden, muten offiziell und amtlich an. Das mag den ein oder anderen Empfänger wohl sehr verunsichert haben.

Vodafone-Werbung

Die Vodafone Werbung wirkt eher offiziell als werblich. In dem Anschreiben heißt es unter dem Betreff DVB-T Abschaltung erfordert Umstellung auf moderne TV-Versorgung auszugsweise:

Lieber Kunde,

aufgrund einer sukzessive durchgeführten Abschaltung des analogen Fersehdienstes DVB-T sind immer mehr Haushalte auf eine neue TV-Versorgung angewiesen. In Ihrer Region profitieren Sie dank des Ausbaus der hochleistungsfähigen Kabel-Glasfasernetzes von neuen Möglichkeiten im Bereich des Fernsehens.

In anderen Vodafone-Werbungen, die per Postkarte kommen, heißt es weiterhin.

Vodafone Postkarte

Wichtige Information (Anmerkung: schön mit schwarz-rot-goldener Unterlinie)

An Ihrer Adresse gibt es eine wichtige Neuerung der Telefon- und Internet-Technologie.

Dadurch kann sich Ihr Tarif in Preis und/oder Leistung verbessern.

Rufen Sie daher bitte bis spätestens 24.02.2017 bei uns an.

Beide Vodafone-Anschreiben sind mit einem Stempel versehen, der eine erneute Zustellung suggeriert und damit die Wichtigkeit des Schreibens hervorheben soll.

Und jetzt meine Meinung dazu: Eigentlich handelt es sich um nichts weiter als eine dreiste Werbung! Du musst rein GAR NICHTS tun und schon gar nicht bei Vodafone oder Kabel Deutschland anrufen, um Dich dort zu informieren. Im Zweifel landest Du in irgendeinem dubiosen Callcenter und Dir wird dort ein (überteuerter!?) Vertrag angedreht. 

Bundesnetzagentur untersagt „dubiose Vodafone-Werbung“

Mittlerweile hat sich auch die Bundesnetzagentur eingeschaltet und die dubiose Art der Werbung untersagt. Sofern sich Vodafone Kabel daran nicht halten, wurde bereits ein Strafgeld in Höhe von 20.000 Euro angedroht.

„Das Unternehmen hat versucht, Verbraucher zu täuschen und als Kunden zu gewinnen“, sagt der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann. Er stuft das Vorgehen von Vodafone zur Kundenwerbung als wettbewerbswidriges Verhalten ein.

Wie die Bundesnetzagentur mitteilt, wurden die unlauteren Werbemittel persönlich adressiert und nicht mit dem Firmenlogo versehen. Lediglich in der kleingedruckten Absenderzeile war ein Vermerk auf Vodafone Kabel zu lesen.

Die Briefe von Vodafone wirkten amtlich, wurden teilweise sogar in den bekannten rosafarbenen Umschlägen versendet. Außerdem war im Briefkopf wie in amtlichen Anschreiben üblich ein Ansprechpartner mit Zimmernummer etc. zu sehen, was in der sonstigen Kundenkommunikation von Vodafone nicht vorkommt.

Die gesamte Pressemitteilung der Bundesnetzagentur kannst Du hier lesen.

freenet TV verzeichnet Zuwachs an Verkäufen von DVB-T2 HD Paketen

Über die missglückte Werbung dürfte sich die freenet AG und die Media Broadcast besonders gefreut haben. Wie uns von einem Mitarbeiter der freenet AG mitgeteilt wurde, sind die Verkäufe in den vergangenen Wochen angestiegen.

Ob dies allerdings direkt auf die dubiose Vodafone-Werbung zurückzuführen ist, oder die Zunahme an redaktioneller Berichterstattung sowie die verstärkte Aufmerksamkeit durch Fernsehwerbung zum Anstieg geführt hat, ist nicht geklärt.

Was zu tun ist, wenn Du eine Vodafone-Werbung oder Vodafone-Postkarte erhalten hast …

Am Besten: Gar nichts tun und getrost ignorieren!

Du musst nicht jetzt sofort handeln, vielleicht schaust Du auch gar nicht Antennenfersehen über DVB-T. Dann besteht ohnehin kein Handlungsbedarf. Auf das Schreiben von Vodafone Kabel musst und solltest Du nicht reagieren. Falls noch weitere Schreiben in der gleichen Form an Dich gesandt werden, empfehle ich Dir, diese umgehend der Bundesnetzagentur zu melden.

Sofern Du über Antennenfernsehen (DVB-T) fernsiehst, solltest Du bis zum 29. März 2017 Maßnahmen ergreifen, damit Du nicht vor einem schwarzen Bildschirm sitzt. Aber Du solltest dabei nicht auf ein dubioses Vodafone-Anschreiben reagieren.

Alle wichtigen Infos zur Umstellung auf DVB-T2 HD findest Du in unserem Artikel dazu.

Hier außerdem noch ein Hinweis auf die Produkte von freenet TV, welche das neue Antennenfernsehen DVB-T2 HD exklusiv vermarkten.

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  • Angebot mit Receiver & freenet TV: 6 Monate gratis, ab dem 1. Juli 2017 dann 7,95 Euro pro Monat
  • Angebot nur mit freenet TV (ohne Receiver): 6 Monate gratis, ab dem 1. Juli 2017 dann 5,95 Euro pro Monat

Deine Meinung und Erfahrungen …

Hast Du auch ein Werbeanschreiben von Vodafone erhalten? Dann hinterlasse gleich einen Kommentar. Falls Du noch ein anderes Schreiben bekommen hast, sende mir diese gern per Mail – dann veröffentliche ich es anonym hier.

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