Aus für die Daten-Wolke: Cloud-basiertes Smartphone Nextbit Robin scheitert

Nextbit Robin

Ein Smartphone das Apps und Daten nicht auf dem lokalen Speicher ablegt, sondern in einer Cloud – eigentlich eine gute Idee. Das fanden auch die Hersteller des Handys Nextbit Robin. Sie entwickelten ein solches Modell und machten mit diesem innovativen Konzept auf sich aufmerksam. Das Smartphone scheint nun aber vor dem Aus zu stehen.

Cloud als Lösung für das Speicher-Problem

Bei Software ist es inzwischen nichts Neues mehr: Anwendungen laufen über virtuelle Speicher, Daten werden in Clouds abgelegt und Hardware-Speicher dadurch entlastet. Was Firmennetzwerken hilft und private Rechner entrümpelt, kann für ein Smartphone nicht verkehrt sein. Das dachten sich die Gründer eines Start-ups und entwickelten mittels einer Kickstarter-Finanzierung ein Smartphone, das auf eine Cloud-Lösung setzt.

Von der erfolgreichen Idee bis zum Aus für das Cloud-Smartphone

Das Start-up-Unternehmen Nextbit erregte 2015 mit einem neuen Smartphone Aufsehen: einem Endgerät, das wesentliche Daten auf eine Cloud umlegte. Mit Hilfe einer Kampagne bei Kickstarter wurde das Modell entwickelt und ging bald darauf an den Start. Für den Preis von 399 Euro konnten Kunden damit ein Smartphone erwerben, das Fotos, Daten und Apps nicht auf dem internen Speicher ablegte, sondern in einer mit dem Smartphone kombinierten Cloud. Das Smartphone erlitt dann aber einen recht dramatischen Preissturz und landete bei einem Verkaufspreis von 260 Euro. Nun vermeldeten die Hersteller, dass der Support für das Smartphone eingestellt werden soll. Damit steht der Kundenservice vor dem Ende und auch die Cloud könnte abgeschaltet werden. Besitzer des Cloud-Smartphones werden aktuell auf eine Support-Webpage verwiesen. Über die Ursachen kann nur spekuliert werden. Das Smartphone erreichte die Verkaufsziele nicht und die Entwicklerfirma wurde inzwischen vom Hardwareproduzenten Razer übernommen.