6 Fakten, die Du über das Essential PH-1 wissen musst

Essential PH-1
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Das Essential PH-1 tritt als neuer Konkurrent gegen iPhone, Samsung, Sony und Co. an. Hinter dem Smartphone steht Android-Gründer Andrew Rubin. Gegen die Konkurrenz bestehen will das Smartphone durch exklusive Materialien und die Reduktion aufs Wesentliche. Hier verrate ich Dir, was Du über das Essential PH-1 wissen musst.

Minimalistisch, edel und mit nativem Android: Das ist das Essential PH-1

PH-1 heißt es, das erste Smartphone der Marke Essential. PH-1, das liest sich im Englischen wie PH-One, also Phone. Ein schlichter Name für ein High-End-Smartphone, das sich an anspruchsvolle Nutzer wendet.

Hinter dem Essential Phone steht nun nicht irgendwer. Der Kopf des Projektes ist Andrew Rubin, kein Geringerer als der Gründer von Android. Nachdem Google die Firma und damit auch das Smartphone-Betriebssystem im Jahr 2005 übernommen hatte, arbeitete Rubin zunächst für den Suchmaschinen-Konzern. Seit 2014 kümmert er sich wieder um eigene Projekte. Das erste Ergebnis: Eben das Essential PH-1.

Am 30. Mai 2017 enthüllte Rubin, was sich hinter dem Namen verbirgt. Was macht das Essential Phone essentiell? Welche Besonderheiten bietet es? Und an welche Smartphone-Nutzer wendet es sich?

Fakt 1: Konkurrenzfähig durch Reduktion aufs Wesentliche

Wie kann es einem neuen Smartphone gelingen, sich gegen die große Konkurrenz durchzusetzen? Das Essential PH-1 versucht es durch klares, minimalistisches Design, hohe Qualität und ohne Schnickschnack.

Das große Display füllt fast die gesamte Frontseite des Gerätes und geht damit den Weg, den schon das Samsung Galaxy S8 eingeschlagen hat. Oben gibt es lediglich einen kleinen Ausschnitt für die 8-Megapixel-Frontkamera, unten einen schmalen schwarzen Streifen.

Essential PH-1 Smartphone

Der Rahmen besteht aus Titan – stabiler als Aluminium, edel und definitiv angemessen für ein Smartphone, das auch als Statussymbol dienen soll. Die Rückseite ist aus Keramik. Ein Firmenlogo findet sich hier nicht – ein erster Hinweis auf den Minimalismus, der sich hinter dem hochwertigen Gehäuse verbirgt.

Android-Gründer Rubin setzt auf eine native Version des Betriebssystems. Das Essential Phone bringt die neueste Android-Version mit, direkt so, wie sie von Google kommt. Anpassungen oder Firmensoftware, wie sie andere Smartphone-Hersteller aufspielen, gibt es nicht.

Fakt 2: Magnetisch haftende Accessoires

Als weiteres Alleinstellungsmerkmal bietet das Essential Smartphone eine gewisse Erweiterbarkeit. Modulare Smartphones waren bislang zwar nicht vom Erfolg verwöhnt, Rubin ließ sich davon aber nicht abschrecken.

Essential PH-1 als modulares Smartphone

Auf der Rückseite des PH-1 finden sich magnetische Kontakte, an denen sich allerlei Accessoires befestigen lassen sollen. Gleichzeitig zum Smartphone kommt etwa eine kompakte 360°-Kamera auf den Markt. Die muss nur an die Kontakte gesteckt werden, schon lassen sich Fotos machen.

Die Technologie ist Open Source. So kann jeder Accessoires für das Essential Phone entwickeln.

Fakt 3: Die technischen Details zum Essential Smartphone

  • Maße: 141,5 x 71,1 x 7,8 mm
  • Gewicht: 185 Gramm
  • 5, 71 Zoll LTPS-Display mit einer Auflösung von, 2.560 x 1.312 Pixel
  • Prozessor: Snapdragon 835 mit 4 x 2,45 GHz und 4 x 1,9 GHz
  • Arbeitsspeicher: 4 GB RAM
  • interner Speicher: 128 GB
  • Akku: 3.040 mAh
  • Konnektivität: USB Typ C, Bluetooth 5.0 LE, NFC, GPS, WLAN a/b/g/n/ac, LTE-fähig
  • Dual-Kamera mit 13-Megapixel, f/1.85, PDAF und Laserfokus, 4K-Video
  • 8-Megapixel-Frontkamera mit f/2.2 und 4K-Video
  • Fingerabdrucksensor

Fakt 4: Ab Mitte Juni in den USA erhältlich

In Deutschland musst Du Dich noch ein wenig gedulden, der Verkaufsstart für den deutschen Markt ist noch nicht bekannt.

Zunächst soll das Smartphone ab Ende Juni nur in den USA erhältlich sein. Mit einem veranschlagten Preis von 699 US-Dollar spielt das PH-1 dabei deutlich in der Liga der Oberklasse-Smartphones.

Ob das Datum für den Verkaufsstart eingehalten werden kann, ist derzeit jedoch fraglich. Um den Namen des Essential PH-1 gibt ist nämlich einen Markenrechtsstreit entbrannt.

Spigen, ein US-amerikanischer Hersteller von Handy-Zubehör, hat Rubin dazu aufgefordert, keine Geräte mehr unter dem Markennamen Essential zu vertreiben.

Spigen hat sich den Namen Essential bereits eintragen lassen, auch für die zukünftige Herstellung von Mobiltelefonen. Rubins Firma scheiterte deswegen bereits zwei Mal mit dem Versuch, den Namen beim US-Patentamt als Marke anzumelden.

Dem Blog Android Police liegt der Brief einer Anwaltskanzlei vor, in dem Spigen nun eine Frist bis zum 15. Juni 2017 setzt. Bis dahin hat Rubin Zeit, die Werbung unter dem Namen Essential zu stoppen. Bislang hat Rubins Firma nicht reagiert. (siehe hier)

Fakt 5: Ein Smartphone für qualitätsbewusste Nutzer

Minimalistisches, aber edles Design, abgespecktes Betriebssystem, hochwertige Materialien und ein alles andere als minimalistischer Preis: Das Essential PH-1 spricht eindeutig eine qualitätsbewusste Nutzergruppe an, die das Besondere zu schätzen weiß.

Das Motto lautet Exklusivität. Dazu passt, dass Essential derzeit auch nur eine vergleichsweise geringe Stückzahl herstellen kann. Ein Massenprodukt soll das Smartphone nicht sein. Aufgrund der geringen Produktionskapazitäten darf die Nachfrage gar nicht zu groß werden.

Fakt 6: Das Smartphone ist nur der Anfang

Für Rubin ist das Essential PH-1 erst der Einstieg in ein größeres Universum. Zusammen mit dem Smartphone stellte das Unternehmen am 30. Mai 2017 auch Essential Home vor, einen digitalen Assistenten.

Essential Home soll Amazon Echo und Google Home Konkurrenz machen. Der digitale Assistent besteht aus einem kleinen Lautsprecher mit Display und lässt sich sowohl per Stimme als auch über den Touchscreen steuern.

Essential Home soll nicht nur Fragen beantworten und an Termine erinnern, sondern auch zwei Besonderheiten aufweisen. Zum einen soll er bereits ab Start mit den Smartphone-Produkten unterschiedlicher Hersteller kompatibel sein.

Die Massentauglichkeit von Smart Home scheitert momentan noch daran, dass viele Systeme nicht untereinander vernetzen können. Essential präsentiert mit dem neu entwickelten Ambient OS nun ein Betriebssystem für Smart Home-Systeme. Der ambitionierte Plan: Hersteller von Smart Home-Produkten sollen das Open Source-System verwenden oder zumindest mit dem System kommunizieren können.

Die zweite Besonderheit von Essential Home: Anders als die digitalen Assistenten von Amazon und Google speichert das System keine Daten in der Cloud. Das soll vor allem datenschutzbewusste Nutzer ansprechen.

Jetzt muss es Essential nur noch gelingen, sowohl Nutzer als auch die Hersteller von Smart Home-Produkten zu interessieren. Dass Rubin zukunftsfähige Betriebssysteme entwickeln kann, hat er ja bereits mit Android bewiesen.

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Simone Gerdesmeier

Simone Gerdesmeier ist als freie Journalistin und ausgewiesene Mobilfunk-Expertin seit mehr als drei Jahren ein fester Bestandteil der smartphonepiloten-Redaktion.

Sie beschäftigt sich mit Themen wie Digital Lifestyle, aktuellen Tarifchecks sowie die Toplisten der Apps, die Du kennen musst.

Themen wie Gesundheit, Fitness und Ernährung haben es ihr besonders angetan und daher versuchen wir, den Spagat zwischen diesen Bereichen und der Welt des Mobilfunks hier zu meistern

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