Mobiloptimierung für Websiten: Ist sie bei Webseitenbetreibern schon angekommen?

Mobiloptimierte Webseiten

Gehört Dein Smartphone fest zum Alltag? Online chatten, Videos posten – alles nichts Neues mehr. Einige Webseitenbetreiber scheinen die Revolution aber verschlafen haben. Alte Designs, die sich dem kleinen Bildschirm eines Smartphones nicht anpassen, sind keine Seltenheit. Wurden hier Entwicklungen verpasst? Und was sollten Webseitenbetreiber tun, um Ihre Pages zu verbessern?

Lange Ladezeiten, komische Darstellung und verschwundene Menüs: Webseiten werden auf Smartphones oft falsch angezeigt

Seit einigen Jahren gilt: mobile first

Vor nicht all zu langer Zeit wurden Webpages noch ganz anders gestaltet.

Betreiber nutzten Tabellen, um Inhalte zu strukturieren, gaben feste Formate vor und teilten Seiten mit Frames auf. Typisch für die damaligen Designs: einzelne Unterbereiche der Page hatten eigene Scroll-Balken, die dazu dienten, alle dort untergebrachten Inhalte sichtbar zu machen.

Scrollbalken sind inzwischen out, weil sie die Ansicht einer Webseite auf mobilen Endgeräten behindern. Statt HTML-Tabellen kommen moderne CSS-Style-Elemente zum Einsatz. Dennoch hinken viele Webpages der Zeit hinterher, denn sie sind vor allem für die Ansicht über einen Desktop-PC optimiert.

Inzwischen gilt aber mobile first – Pages sollten so konzipiert sein, dass die Darstellung auf mobilen Endgeräten im Vordergrund steht.

Andere Zeiten erfordern andere Designs

Als das Internet noch wenig von „Highspeed“ bieten konnte und Webpages von Desktop-PCs aus betrachtet wurden, waren Nutzer froh, wenn sie wenig klicken und suchen mussten. Wenn eine Page gleich alle wesentlichen Informationen bot, ohne dass Du auf zig Links klicken musstest, hast Du das Gesuchte schneller gefunden.

Denn jeder neue Klick bedeutete wieder warten zu müssen, bis die Unterseite geladen war – einfach lästig. Dass Webpages dadurch unübersichtlich wurden, hat man akzeptiert.

Heute ist es anders – schnelles Internet und andere Ansprüche an das Design führten dazu, dass moderne Webpages übersichtlicher gestaltet sind und auf ein Zuviel an Informationen pro Seite lieber verzichten. Stattdessen sind weiterführende Angaben oft verlinkt, um mit einem Klick oder Touch angezeigt zu werden.

Navigationsprobleme auf alten Webpages

Wie kommen Unternehmen oder Anbieter von Online-Content zu einer Webpage?

Entweder gibt es jemanden, der sich ein wenig mit Programmierung auskennt und der dann die Seite erstellt. Oder die Firma beauftragt einmal einen Webdesigner, die einen Onlineauftritt erstellt und einem versierten Mitarbeiter der Firma erklärt, wie er Inhalte selbst einpflegen kann. Das sind die günstigsten Varianten und gerade kleine Firmen können es sich nicht leisten, das Design ständig an den aktuellen Stand der Technik neu anpassen zu lassen. Da die meisten Zugriffe auf Webpages inzwischen von mobilen Endgeräten stattfinden, ergeben sich aber Kompatibilitätsprobleme. Wer mit dem Tablet oder Smartphone auf Pages surft, die für normale PCs optimiert wurden, hat häufig Schwierigkeiten beim Navigieren. Oder Du landest bei einer mobilen Variante der Webpage, die aber so leer aussieht, dass Du Wesentliches kaum finden kannst. Teilweise funktionieren Buttons nicht oder sind nicht auffindbar und Bilder fehlen ganz. Das Problem tritt auf, wenn die Page keine Anpassungen für mobile Endgeräte verwendet. Hilfreich sind in diesem Fall beispielsweise Programme, welche die Webseite für Tablets und Smartphones anpassen.

Die Webpage mobiltauglich gestalten

Wie Webseitenbetreiber ihr Online-Angebot mobiltauglich machen, verrät PC Welt in einem Themen-Special. Demnach ist das Umstellen der Webinhalte einfacher als gedacht. Gefragt sind vor allem responsive Designs, die sich dem Bildschirm anpassen.

Wie Du diese umsetzen kannst, erfährst Du in fünf wesentlichen Schritten:

  • herausfinden, welche mobilen Geräte Besucher am häufigsten nutzen
  • die Webpage sinnvoll und responsive aufteilen
  • Dein Layout anpassen
  • zu viel HTML-Struktur austauschen
  • die Desktop-Version für mobile Besucher vollständig zugänglich machen

Was ist responsives Design?

Damit Deine Webpage auf Tablets und Smartphones nicht verschoben aussieht, sollte sie responsive gestaltet werden. Damit passt sich die Darstellung der Größe des Bildschirmes an. Bei einem nicht-responsiven Design werden Inhaltsbereichen genaue Größenangaben zugeordnet, etwa dass ein Bereich exakt 300 px breit ist. Bei einem responsiven Design werden stattdessen Prozentangaben verwendet.

Wenn Du auf einer leeren Webpage landest

Solltest Du beim Surfen auf einer nahezu leeren Webpage landen, die für Nutzer mobiler Geräte gedacht ist, dann versuche folgenden Trick: Anstatt die mobile Variante anzusteuern, solltest Du die Page im normalen Modus aufrufen; so, wie wie für Desktop-PCs konzipiert wurde. Hier kann es zwar passieren, dass die Navigation umständlich ist, aber zumindest siehst Du alle Inhalte.

Deine Erfahrungen mit mangelnder Optimierung

Bis sich das Prinzip mobile first wirklich durchgesetzt hat, kann es noch etwas dauern. Dies zeigt, wie groß der Unterschied zwischen der modernen Technik und den Nachzüglern vergangener Zeiten sein kann, gerade wenn der technische Wandel so schnell verläuft. Welche Erfahrungen hast Du mit mangelnder Optimierung im Web gemacht?
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