Wie viel MBit/s brauche ich? Übersicht der Handy-Geschwindigkeiten

Handy-Geschwindigkeit
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LTE mit bis zu 375 MBit/s oder doch nur 50 MBit/s? Reichen vielleicht auch 42,2 MBit/s oder 21,6 MBit/s? Besonders günstig geht es mit 7,2 MBit/s – aber wie viel Geschwindigkeit brauche ich eigentlich bei meinem Handy oder Smartphone? Ganz schön schwierige Entscheidung …

In diesem Artikel zeige ich Dir, was es mit den verschiedenen Handy-Geschwindigkeiten bei Datenvolumen und Internet Flat auf sich hat.

Außerdem erfährst Du, warum die Spitzenwerte in der Realität so gut wie nie erreicht werden und worauf Du bei der Auswahl eines Handytarifs hinsichtlich der Bandbreite achten solltest.

Handy-Geschwindigkeiten im Überblick: Wie viel MBit/s brauche ich?

Welche Handy-Geschwindigkeiten gibt es?

Die verschiedenen Mobilfunkanbieter übertrumpfen sich mit immer mehr Handy-Geschwindigkeit bzw. Bandbreite beim mobilen Datenvolumen. Hier ein kurzer Überblick über die gängigsten Geschwindigkeiten:

  • 16, 32 oder 64 kBit/s
  • 1 MBit/s
  • 7,2 MBit/s
  • 14,4 MBit/s
  • 21,6 MBit/s
  • 42,2 MBit/s

Bei diesen zuerst genannten Geschwindigkeiten handelt es sich nicht um LTE Geschwindigkeiten. Diese werden meist in den folgenden Bandbreiten angegeben. Dazu bewerben die Anbieter das Features natürlich noch sehr präsent, so dass Du immer irgendwo eine große Info-Box mit dem Inhalt „LTE-Highspeed“ oder ähnliches finden solltest.

  • 25 MBit/s
  • 50 MBit/s
  • 100 MBit/s
  • 225 MBit/s
  • 300 MBit/s

Stellt sich nur noch die Frage, wie viel Handy-Geschwindigkeit Du nun eigentlich brauchst. Dazu schaue ich mir die oben genannten Geschwindigkeiten mal im Detail an und verrate, was damit nicht möglich ist.

Im Video stelle ich Dir die Geschwindigkeiten kurz vor und verrate, was damit noch möglich ist!

Surfen mit 16, 32 oder 64 kbit/s – Drosselung der Internet Flat

Wenn Du schon etwas länger im Word Wide Web unterwegs bist, dann erinnern Dich die Bandbreiten 16, 32 und 64 kBit/s vielleicht noch an die guten alten Modem- und ISDN-Zeiten. In den 1990ern und 2000ern waren diese Bandbreiten die Regel.

16, 32, 64 kBit/s

Surfen mit 16, 32 oder 64 kBit/s macht nicht wirklich viel Spaß …

Mittlerweile hat sich aber glücklicherweise viel getan und so sind Bandbreiten von 16, 32 oder 64 kBit/s derzeit nur noch als Drosselung in Gebrauch. Sobald Du Dein Datenvolumen aufgebraucht hast, wird Deine Internet Flat bis zumMonatsende automatisch auf eine dieser Bandbreiten gedrosselt.

In der Regel stehen bei vielen Handytarifen immerhin noch 64 kBit/s zur Verfügung. Nur Drillisch drosselt sehr radikal und stellt Dir nach Verbrauch Deiner Daten nur 32 oder sogar 16 kBit/s Bandbreite zur Verfügung.

Was lässt sich damit noch anstellen?

Nun ja, surfen geht zwar auch – aber Du musst schon viel Geduld mitbringen, denn 64 kBit/s oder noch weniger sind nicht wirklich schnell.

Um ein Bild mit 300 KB zu laden, brauchst Du bei gedrosselter Handy-Geschwindigkeit immerhin 37 Sekunden. Eine gängige Website vom 1 MB Größe benötigt rund 2 Minuten, um komplett geladen zu werden.

Mobiles Internet mit 1 MBit/s – die faire Drosselung beim o2 Free

o2 geht seit Ende letzten Jahres einen in meinen Augen sehr vorbildlichen Weg und verzichtet auf diese massive Drosselung. Wenn Du beim o2 Free Dein Datenvolumen komplett aufgebraucht hast, dann wirst Du auf freundliche 1 MBit/s gedrosselt.

Damit ist noch jede Menge möglich: Das angesprochene 300 KB Bild ist in 2 Sekunden geladen und für eine 1 MB große Website braucht es gerade einmal 8 Sekunden.

Darüber hinaus kannst Du mit einer Handy-Geschwindigkeit von 1 MBit/s auch entspannt in sozialen Netzwerken posten, Videos ansehen und sogar Spotify oder Netflix Medien streamen.

Wenn Dich das genauer interessiert, dann wirf‘ doch mal einen Blick auf meinen o2 Free Testbericht. Dort habe ich in der Praxis getestet, was mit 1 MBit/s Bandbreite noch alles möglich ist. Und um eines vorwegzunehmen – ich war ziemlich überrascht … 🙂

Datenvolumen mit 7,2 MBit/s – lange Zeit die Standard Internetverbindung

Sehr lange Zeit war die Standardgeschwindigkeit beim mobilen Surfen eine Bandbreite von 7,2 MBit/s (HSDPA). Damit ist flüssiges Surfen noch heute garantiert.

Schwierig wird es nur bei sehr großen Datenmengen. Wenn Du beispielsweise eine 500 MB große Datei herunterladen möchtest (und dabei frevelhaft das mobile Internet verwendest 😉 ), dann benötigst Du damit immerhin rund 9 Minuten. Aber wann passiert das schonmal?!

Alltägliche Aufgaben wie Videostreaming, E-Mails versenden und empfangen oder auch WhatsAppen ist mit einer Handy-Geschwindigkeit von 7,2 MBit/s ohne Probleme und Ruckeln möglich.

Und nun noch eine gute Nachricht: Obwohl eine Bandbreite von 7,2 MBit/s schon absolut ausreichend ist, gibt es nur sehr wenige Tarife, die diese vergleichsweise geringe Geschwindigkeit anbieten. In der Regel kommen aber fast alle Tarife mit mehr Bandbreite daher.

Surfen mit 14,4 MBit/s – etwas mehr Speed, aber kaum Mehrkosten wert

Zu der Handy-Geschwindigkeit von 14,4 MBit/s muss ich gar nicht so viele Worte verlieren. Dieser als HSPA+ bezeichnete Standard wird nur noch in wenigen Tarifen verwendet.

Natürlich bist Du mit 14,4 MBit/s schneller unterwegs als mit einer Bandbreite von 7,2 MBit/s. Allerdings würde ich diesen Unterschied keinesfalls als ausschlaggebenden Kaufgrund ansehen. Für geringfügig mehr Geld erhältst Du bereits einen Handytarif mit LTE oder einer vergleichbaren Geschwindigkeit.

Internet Flat mit 21,6 MBit/s oder 42,2 MBit/s – nicht zwangsläufig notwendig

Das gilt ebenfalls für 21,6 MBit/s. Einzig im Telekom-Netz und Vodafone-Netz ist diese Bandbreite recht häufig vertreten, da es LTE im D1-Netz nur bei den beiden Providern gibt. Günstigere Anbieter wie congstar, callmobile oder freenetmobile können nur geringere Handy-Geschwindigkeiten anbieten.

Wenn es also unbedingt ein günstiger Handytarif im D-Netz sein soll, dann hast Du die Wahl zwischen 7,2 MBit/s, 14,4 MBit/s, 21,6 MBit/s und 42,2 MBit/s. Die Bandbreite ist bei nahezu allen Tarifen aber auch abhängig vom gebuchten Datenvolumen. Dabei gilt: Je mehr Datenvolumen ein Tarif mitbringt, desto höher in der Regel auch die Bandbreite.

LTE mit 25 MBit/s – eigentlich eher eine LTE-Farce

Nun gibt es seit einigen Jahren Tarife, die vollmundig LTE mit bis zu 25 MBit/s versprechen. Insbesondere im o2-Netz und E-Plus-Netz sind diese Handy-Geschwindigkeiten verbreitet.

Allerdings unterscheidet sich ein Tarif mit einer Bandbreite von 21,6 MBit/s kaum von einem mit bis zu 25 MBit/s LTE. Der einzige Unterschied ist die Bezeichnung LTE dazu. Das muss nicht unbedingt schlecht sein, denn LTE hat auch bei einer geringeren Bandbreite gewisse Vorteile, aber dazu mehr weiter unten.

Dennoch würde ich es mir überlegen, ob ich zu einem Handytarif mit 25 MBit/s greife. Der Preissprung hin zu 50 MBit/s ist in der Regel marginal und falls es doch zu teuer sein sollte, tut es auch ein Tarif mit „nur“ 7,2 MBit/s Bandbreite.

LTE mit 50 MBit/s – der Standard im o2-Netz

Im o2-Netz ist LTE mittlerweile auch für so ziemlich alle Mobilfunkdiscounter freigeschaltet. Somit ist LTE mit bis zu 50 MBit/s auch die Standard-Geschwindigkeit im o2-Netz.

Mit dieser Bandbreite bist Du ziemlich gut beraten. Für einen Download von 500 MB benötigst Du in etwa 1 Minute und 20 Sekunden. Für das Laden einer gängigen Website mit 1 MB Größe brauchst Du nur 160 Millisekunden.

Die Bandbreite 50 MBit/s stellt derzeit eine der häufigsten Handy-Geschwindigkeiten dar. In der Regel bist Du damit ziemlich gut beraten – und Du nutzt das 4G bzw. LTE-Netz, welches besser ausgebaut ist als die 3G-Netze der Provider.

LTE mit 100 MBit/s – mittlerweile fast ausgestorben

LTE mit Bandbreiten von bis zu 100 MBit/s gab es vor nicht allzu langer Zeit im D1-Netz der Telekom. Mittlerweile aber ist diese Handy-Geschwindigkeit kaum noch anzutreffen. Die Anbieter – insbesondere Telekom und Vodafone – haben aufgerüstet und die 100 MBit/s Handytarife weitestgehend verbannt. 🙂

LTE mit 225 MBit/s – das Bandbreiten-Upgrade bei o2

Bei o2 und einigen Mobilfunkdiscountern im o2-Netz (beispielsweise smartmobil) gibt es ein optionales Speed-Upgrade auf 225 MBit/s.

In den o2 Free Tarifen ist dieses bereits enthalten, bei smartmobil musst Du es kostenpflichtig hinzu buchen.

Allerdings ist hierbei Vorsicht geboten, denn die tatsächliche Geschwindigkeit liegt in der Regel deutlich unter den 225 MBit/s. o2 gibt für die Verbindungs Durchschnittswerte von 13 MBit/s im Download und 8,6 MBit/s im Upload an. Warum das so ist, erfährst Du weiter unten.

Meine Meinung zum Speed-Upgrade: Beim o2 Free kannst Du es kostenfrei in jedem Fall mitnehmen, sobald Du dafür aber zahlen musst, würde ich die Finger davon lassen. Die durchschnittlichen Geschwindigkeiten im o2-Netz liegen deutlich unter 225 MBit/s – somit verbrennst Du mit dieser 225 MBit/s Tarifoption quasi nur Geld.

LTE mit 300 MBit/s oder mehr – Premium Tarife mit hoher Bandbreite

Interessant wird es in den Premium Handytarifen von Telekom und Vodafone. Mobilfunkdiscounter mit diesen Bandbreiten musst Du gar nicht erst suchen, denn die LTE MAX Geschwindigkeiten von 300 MBit/s, 375 MBit/s oder noch mehr werden exklusiv von den Netzbetreibern angeboten.

LTE MAX

Raketenspeed für's Handy: Nicht immer lohnt sich der teure LTE Highspeed mit 300 MBit/s und mehr …

Dafür musst Du zwar auch entsprechend viel Geld auf den Tisch legen, erhältst aber auch eine mobile Internetanbindung, die deutlich schneller ist als ein regulärer DSL-Anschluss. Für 500 MB benötigst Du mit einer Handy-Geschwindigkeit beispielsweise nur 13 Sekunden. Reguläre Webseiten laden innerhalb von wenigen Millisekunden.

Dennoch solltest Du überlegen, ob Dir dieser hohe Speed auch eine höhere Grundgebühr wert ist.

Traue keiner Statistik … was Du über Handy-Geschwindigkeiten außerdem wissen solltest

Bandbreiten sind nur theoretische Werte – in der Praxis werden sie kaum erreicht

Kommen wir nun aber zum wirklichen Knackpunkt bei den Handy-Geschwindigkeiten und Bandbreiten: Alle von den Netzbetreiber und Mobilfunkanbietern versprochenen Werte sind rein theoretischer Natur.

In der Praxis werden sie kaum oder gar nicht erreicht.

Handy-Geschwindigkeit

Auch unter freiem Himmel werden die theoretischen Geschwindigkeiten nur äußerst selten erreicht.

Das liegt darin bedingt, dass das LTE-Netz in Deutschland nicht flächendeckend gleichmäßig ausgebaut ist. Daher müssten einige Bedingungen erfüllt sein, um die theoretischen Werte erreichen zu können:

  • Um eine Top-Geschwindigkeit von beispielsweise 375 MBit/s zu erreichen, müsstest Du Dich in einer ganz bestimmten Zelle aufhalten, die technisch für diese hohe Bandbreite ausgelegt ist.
  • Außerdem dürfen nicht zu viele Handynutzer in dieser Zelle aktiv sein. Die Bandbreite wird auf alle Nutzer aufgeteilt – je mehr Nutzer in einer Zelle im Internet sind, desto langsamer das mobile Internet. Das ist in etwas vergleichbar mit vielen aktiven Computern und Geräten in Deinem WLAN.
  • Auch Mobilfunk ist anfällig für Störsignale oder Abschirmungen – beispielsweise durch dicke, isolierte Wände oder Beton. Das schluckt ebenfalls Bandbreite.
  • Letztendlich sollte natürlich auch Dein Handy mit dem schnellen Internet umgehen können. Wenn Du kein LTE-fähiges Handy hast, denn nützt Dir auch die Top-Bandbreite von 375 MBit/s nichts.

Hohe Bandbreite ist nicht immer notwendig – häufig reicht auch eine geringere Handy-Geschwindigkeit

Nun stellt sich natürlich die Frage, ob eine hohe Bandbreite zwingend nötig ist. In meinen Augen ist sie das nicht.

Selbst mit 7,2 MBit/s kannst du ziemlich flüssig im Internet surfen.

Allerdings gibt es einen bestimmten Grund dafür, doch zu einem LTE-Tarif zu greifen. Das 3G-Netz und das 4G-Netz sind als differenzierte Infrastrukturen zu verstehen.

In den Ausbau des 3G-Netzes wird derzeit nicht mehr investiert, sehr wohl aber in den weiteren Ausbau des 4G-Netzes.

Wenn Du Dich also für einen Handytarif mit LTE entscheidest, dann profitierst Du auch von dem zukünftigen Ausbau.

Ob es aber zwangsläufig die theoretische Bandbreite von 225 Mbit/s oder mehr sein muss, wage ich doch arg zu bezweifeln. Es sei denn, du tauschst mobil große Datenmengen aus und dabei ist Dir eine hohe Geschwindigkeit wirklich wichtig.

Besser nicht: Tarifoptionen für mehr Bandbreite

Daher würde ich auch nicht dazu raten, Tarifoptionen abzuschließen, die Deine Bandbreite erhöhen.

Das ist in der Regel nur rausgeschmissenes Geld, welches Du besser in ein neues Smartphone oder für mehr Datenvolumen ausgeben solltest.

Fazit & Bewertung: Handy-Geschwindigkeit und Bandbreite ist überbewertet

In meinen Augen ist eine hohe Bandbreite überbewertet.

Ich habe noch bis vor einigen Monaten einen Telekom-Tarif genutzt und hatte eine theoretische Bandbreite von 300 MBit/s zur Verfügung. Seit einem halben Jahr verwende ich einen simply Tarif mit einer Bandbreite von 50 MBit/s. Bisher konnte ich keine gravierenden Unterschiede in der mobilen Internetverbindung feststellen. Und das, obwohl ich nur noch ein Sechstel meiner vorherigen Bandbreite nutzen kann.

Unterschiede gibt es allerdings bei der Netzabdeckung: Hier hat das Telekom-Netz die Nase vorn – kostet aber eben auch mehr!

Selbst mit einem Tarif mit 21,6 MBit/s oder 42,2 MBit/s Bandbreite kannst Du sehr komfortabel und schnell im mobilen Internet surfen. Und natürlich sind diese Tarife auch deutlich günstiger.

Spar Dir die hohe Bandbreite und suche Dir besser einen günstigeren Tarif. Die Ersparnis kannst Du gut in ein neues Smartphone oder mehr Datenvolumen investieren.

Hier findest Du Handytarife mit viel Datenvolumen …

Ich bin sehr gespannt auf Deine Erfahrungen und freue mich über Deine Einschätzung zu den verschiedenen Bandbreiten.

Entdecke die besten Handytarife 1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
144 Bewertungen, durchschnittlich: 4,13 von 5 Sternen
Jannik Degner

Jannik ist der Gründer der smartphonepiloten. Er bloggt hier zu aktuellen Themen aus der Welt des Mobilfunks - vom Ratgeber mit hilfreichen Tipps & Tricks über Tarifübersichten mit den besten Angeboten bist zu brandheißen Deals. Dank jahrelanger Erfahrung und Zusammenarbeit mit verschiedenen Mobilfunkanbietern kennt er die Tricks der Branche und berät, schreibt und berichtet hier von seinen Erfahrungen.

Seit 2012 hat er sich der Welt des Mobilfunks verschrieben und interessiert sich für Mobilfunkstandards, Handytarife, aktuelle Smartphones, Technik-Gadgets, den digitalen Lifestyle und das vernetzte Zuhause. Wenn man ihn nicht gerade am Macbook vorfindet, dann ist er entweder in der Küche und testet innovatives eKitchen-Equipment oder er sitzt - ganz analog - am Klavier. :)

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111 Antworten

  1. Avatar Wilko sagt:

    Hallo. Ich bin Kunde bei O2 und habe den Tarif O2 Free15 für 29,99€ monatlich. Mein Durchschnittlicher Datenverbrauch beträgt etwa 3,5 GB/Monat. Laut O2 habe ich eine Bandbreite von maximal bis zu 225 Mbit/s. Nun sind mir die 29,99€ zu teuer und ich bin auf der Suche nach einem günstigeren Tarif. Ich bin derzeit bei Blau stehengeblieben die einen 3 GB Tarif mit einer Bandbreite von 21Mbit/s für monatlich 9,99€ anbieten. Wenn ich das alles richtig verstanden habe ist das dann aber „nur“ das 3-G Netz, welches nicht weiter ausgebaut wird. Ich streame keine Filme, ich surfe ab und an auf Webseiten, lade mir mal das ein oder andere Video herunter das ich von einem Freund oder Kollegen per WhatsApp bekommen habe, und die Update mache ich zu Hause über WLAN. Nun bin ich mir etwas unsicher ob das 3 G Netz ausreichend ist oder ob ich doch lieber weiterhin auf 4 G setzen soll. O2 hat mir ein Angebot unterbreitet einen 3 GB Tarif LTE zu nehmen für 20,49€ im Monat. Immer noch mehr als doppelt so teuer wie die 3 GB von Blau.
    Über ein paar Meinungen wäre ich dankbar.

    • Thomas Kämmer Thomas Kämmer sagt:

      Hallo Wilko,

      die Blau Angebote sind alle im Telefonica LTE-Netz (4G). Das LTE-Netz (4G) selbst kann je nach Anbieter in der Bandbreite variieren. So bietet Blau das LTE-Netz (4G) mit max. 21,6 Mbit/s an. Das ist sonst eher im 3G Bereich angesiedelt.

      Die von Dir beschriebene Nutzung wäre auch problemlos im 3G UMTS-Netzt möglich, ist aber mit LTE schneller. 🙂

      Viele Grüße

  2. Avatar Martin sagt:

    Hallo Jannik,
    bin gerade auf deine sehr hilfreiche Seite gestoßen und habe auch schon viele Kommentare und deine Antworten dazu gelesen. Du scheinst ja wirklich einen sehr guten Überblick zu haben, Respekt! Bei den professionellen Portalen Verivox, Check24 etc. bin ich immer etwas misstrauisch, wie „objektiv“ deren Empfehlungen sind. Manche Anbieter werden dort z.B. gar nicht aufgenommen.

    Zu meinem Anliegen: Ich habe vor 1,5 Jahren einen Vodafone-Vertrag Red S (2016) ohne Handy abgeschlossen mit 2GB, 4G/LTEMax, Telefon- und SMS-Flat, WIFI-Calling. Ich zahle dafür abzüglich diverser Rabatte (selbstständig, GIGA-Paket) ca. 19 €/Monat. Häufig kommen aber noch 3…9 € dazu für weitere Datenpakete, da mir die 2 GB oft nicht mehr reichen.
    Ich möchte wechseln zu einem Tarif mit 3-4 GB. Nun sehe ich, dass der entsprechende Vodafone-Tarif mit 4 GB 25 € mtl. kosten soll (den „GIGA-Vorteil“ werde ich verlieren, da ich den Internet-/Festnetz-Vertrag mit Vodafone kündigen werde). Freenet bietet aber einen vergleichbaren(?) Vertrag im D-Netz schon für die Hälfte an, PremiumSIM/O2 sogar für < 10 €. Kann ich was falsch machen, zu einem solchen Anbieter zu wechseln? Diverse Sonderpakete (Cashback, Startguthaben, Wechselgebühr, …) machen den Vergleich der effektiven Kosten nicht gerade einfach.
    Noch eine Frage: Beim Wechsel zu Vodafone hatten die mir seinerzeit sogar bis zu 6 Monaten Restlaufzeit die Gebühren meines bestehenden Vertrags erstattet, ais dem ich auch vorzeitig raus wollte. Weißt du, ob irgendein Provider so etwas heute anbietet? Sonst warte ich noch das halbe Jahr.

    Vielen Dank für deine Antwort vorab,
    Martin

    • Thomas Kämmer Thomas Kämmer sagt:

      Hallo Martin,

      grundsätzlich machst Du nichts verkehrt wenn Du zu einem günstigeren Anbieter bzw. Provider wechselst. Du solltest aber darauf achten was Du mit diesem Vertrag bekommst. Bei freenetmobile sendest Du zwar auch im Vodafone-Netz jedoch nicht mit LTE/4G. Das ist schon ein Unterschied wenn Du viel surfst oder auf hohe Geschwindigkeiten angewiesen bist. Bei winSIM bzw. PremiumSIM wird das o2-netz genutzt. Hier solltest Du vorab schauen ob Du auch überall da Empfang hast, wo Du Dich häufig aufhältst.

      Wenn Du dass alle geprüft hast steht Deinem Wechsel zu einem günstigen Anbieter nichts mehr im Wege!

      Bezüglich der Effektivpreisberechnung hast Du recht, dass kann schon sehr verwirrend sein wenn man alle Positionen extra aufklappen muss. Wir versuchen das so einfach wie möglich zu halten und Rechnen Ersparnisse wie zum Beispiel die Erstattung der Rufnummernmitnahme nicht mit ein.

      Zu Deiner letzten Frage fällt mir aktuell kein Anbieter ein, der Dir die letzten Vertragsmonate im Altvertrag erstattet. Solche Angebote bekommt man nur Aktionsweise und sind daher sehr selten.

      Viele Grüße

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