iPhone 6S Test von Phone House

iPhone 6S Test

Heute stellen wir Euch ein ganz besonderes Schmankerl vor, denn wir haben netterweise von Phone House ein iPhone 6S als Testgerät erhalten. Vielen Dank dafür in jedem Fall bereits an den Shop aus Münster. Gerne möchten wir Euch einen Eindruck vom neuen Smartphone aus dem Hause Apple geben und uns darüber hinaus auch an einem Vergleich vom iPhone 6 mit dem iPhone 6S versuchen. Was hat es mit dem neuen 3D Touch beim iPhone 6S auf sich? Wie verhält sich der neue leistungsstarke Prozessor, was leistet die 4K Kamera und wie schlägt sich das Gerät eigentlich im Alltag?

Das iPhone 6S im Praxis-Test

Technische Daten vom iPhone 6S im Überblick

Lange wurde es erwartet: Das neue iPhone 6S von Apple – vorgestellt am 9. September im Rahmen der alljährlichen Keynote ist es seit dem 25. September 2015 auch in Deutschland zu haben. Was hat sich geändert? Auf den ersten äußerlichen Blick nicht allzu viel, wenn wir ehrlich sind. Doch es kommt auch auf die inneren Werte an und so spendiert Apple dem iPhone 6S nicht nur das neue 3D Touch Feature, sondern auch eine 12 Megapixel-Kamera, die sogar 4K Videos aufzeichnen kann, sowie einen leistungsfähigen A9 Prozessor, der mit 64-Bit Desktoparchitektur eine bis zu 70 Prozent schnellere CPU und sogar bis zu 90 Prozent schnellere GPU ermöglicht.

Weiterhin hat sich auch bei den verwendeten Netzwerktechnologien einiges getan, denn das iPhone 6S unterstützt LTE Advanced mit bis zu 300 MBit/s und bietet außerdem einen verbesserten WLAN-Chip, der Geschwindigkeiten von bis zu 866 MBit/s ermöglich – vorausgesetzt natürlich, das mobile Netz beziehungsweise der WLAN-Router gibt diese Speed her. Damit ist das iPhone 6S laut Aussage von Apple doppelt so schnell wie das iPhone 6.

Optimierungen gibt es außerdem bei der Glasabdeckung des Displays sowie beim für das Case des iPhone 6S verwendeten 7000er Aluminium. Erhältlich ist das iPhone 6S in den Farben Gold, Space Grau, Silber und Roségold.

Bildergalerie: Impressionen zum iPhone 6S

Erster Eindruck: Look & Feel vom iPhone 6S

Als wir das iPhone 6S das erste Mal in den Händen gehalten habe, fiel sofort auf, dass das Gerät gefühlt etwas schwerer ist als das iPhone 6, mit dem wir täglich arbeite. Ein Blick in die technischen Daten von Apple bestätigte diesen Eindruck, denn das iPhone 6S ist mit 143 g ganze 14 Gramm schwerer als das Vorgängermodell. Eigentlich ein gegensätzlicher Trend, denn normalerweise werden die Smartphones der neusten Generation ja eher leichter als schwerer. Jetzt mag der ein oder andere vielleicht denken, dass es ja schon typisch Apple sei, ein schwereres Gerät als Innovation zu verkaufen, aber in der Haptik macht sich das zusätzliche Gewicht recht positiv bemerkbar. Das iPhone 6S liegt irgendwie besser, stabiler und sicherer in der Hand als das iPhone 6. Auch das Aluminium an der Rückseite macht eine bessere Figur und sorgt durch eine kaum wahrnehmbare angeraute Oberfläche für einen besseren Halt.

Außerdem hat die Gewichtszunahme auch technische Gründe: Nicht nur, dass die neue 3D Touch Technologie etwas mehr Platz braucht und damit auch ein Plus an Gewicht produziert – auch das neu verwendete Aluminium scheint robuster und etwas schwerer zu sein. Hier hat Apple wohl aus seinem Fehlern der Vergangenheit gelernt: Empfangsprobleme bei falscher Handhaltung oder gar iPhones, die verbogen werden können, dürfte es künftig dann nicht mehr geben.

Alles in allem überzeugt das iPhone 6S auf den ersten Eindruck durch eine gute Handlage und sehr hochwertig wirkende Materialien. Am äußeren Look hat sich nur wenig verändert – aus der Ferne dürften iPhone 6 und iPhone 6S kaum differenzierbar sein.

3D Touch im Test: Mehr als nur ein zusätzliches Feature?

Im Fokus der Promotion des Apple iPhone 6S steht die neue Funktion namens 3D Touch. Dabei handelt es sich um die konsequente Weiterentwicklung der Multitouch Technologie, die es ermöglichen soll, noch tiefer in die Informationsebene einzutauchen. Kurz gesagt: Das Display des iPhone 6S reagiert ab sofort nicht nur auf unterschiedlich viele Finger, Wisch- und Streichbewegungen, sondern ist auch in der Lage, Druckstärken zu unterscheiden. Je mehr Druck auf dem Display, desto tiefer taucht der Nutzer in die Informationsebene ein – das funktioniert bei Mails beispielsweise mit einem druckvollen Tap auf einen Link und schon öffnet sich die Website in einem kleinen Overlay, das verschwindet, sobald der Finger vom Glas genommen wird.

Leider gibt es 3D Touch derzeit nur für eine Hand voll Apps, darunter selbstverständlich zahlreiche hauseigene Applikationen von Apple. Aber auch Shazam, Instagram oder Pinterest sind bereits mit von der Partie. In Zukunft ist jedoch zu erwarten, dass 3D Touch Einzug in viele weitere Apps halten wird und somit auch bei den nachfolgenden Generationen des iPhones einen festen Bestandteil des Bedienkonzepts darstellt.

In unserem Test des iPhone 6S überzeugt 3D Touch voll und ganz: Schluss mit Apps wechseln, um zusätzliche Inhalte anzusehen. Ein wenig mehr Druck auf’s Display genügt und schon tauchen wir noch weiter ein in den Task, der uns ohnehin gerade beschäftigt – ganz ohne Doppelklick auf den mittlerweile ohnehin fast überflüssig erscheinenden Homebutton, wenn da nicht noch Fingerprint wäre … übrigens zeigt sich auch beim Scannen des Fingerabdrucks eine deutliche Verbesserung gegenüber dem iPhone 6, denn der Scan dauert nur rund ein Drittel der Zeit.

Performance-Wunder iPhone 6S

„Alles, was sich geändert hat, ist alles.“ – mit diesem auf den ersten Blick etwas verwirrenden Slogan bewirbt Apple die neueste Generation des iPhone. Doch auch wenn sich äußerlich nicht wirklich viel geändert haben mag, so gibt es doch gravierenden Optimierungen und Verbesserungen auf der technischen Seite. Ausgestattet ist das iPhone 6S und natürlich auch das iPhone 6S Plus mit einen speziell entwickelten A9-Chip, der eine 64-bit Desktoparchitektur aufweist und bis zu 70 Prozent mehr CPU-Leistung im Vergleich zum Vorgängermodell mit sich bringt. Bei der Grafikleistung fällt die Steigerung mit 90 Prozent sogar noch deutlicher auf.

In Vergleichstests mit weiteren aktuellen Smartphones wie dem Samsung Galaxy S6 Edge oder dem Motorola Nexus 6 hängt Apple die Konkurrenz zum Teil ordentlich ab, wie auch in einem Artikel der Forbes zu lesen ist und die nachfolgende Grafik zeigt.

iPhone 6S Benchmark

Benchmark iPhone 6S Quelle: Forbes / Geekbench

Uns geht es primär aber um die praktische Nutzung und da überzeugt der A9 Chip insbesondere in Kombination mit iOS 9 auf ganzer Linie. Während wir mit dem iPhone 6 und iOS 9 von Zeit zu Zeit kleinere Hänger, Ruckeln und selten sogar Ausfälle feststellen konnten, läuft die Weiterentwicklung des mobilen Betriebssystems auf dem iPhone 6S sehr stabil und flüssig. Auch bei alltäglichen Arbeiten wie dem Schreiben von Mails, im Web surfen, Fotografie und Videoaufnahmen, FaceTime Telefonaten oder Social Media waren wir begeistert von der Performance. Selbst bei grafikintensiven Aufgaben wie Games oder dem Videoschnitt mit iMovie konnten wir das iPhone 6S nicht an seine Grenzen bringen.

Bislang hatte Apple nie Probleme mit der Leistung seiner iPhones: Diese war in Vergangenheit immer mehr als ausreichend und so verwundert es kaum, dass der A9 Chip, der im iPhone 6S werkelt, die konsequente Weiterentwicklung des vorherigen A8 Chips ist. Mit einer satten Leistungssteigerung und einer ordentlichen Performance im Praxis-Betrieb (übrigens auch hinsichtlich der Akku-Laufzeit, die sich im Vergleich zum iPhone 6 nicht verändert hat – trotz kleinerer 1.715 mAh Batterie) platziert sich das iPhone 6S im oberen Bereich der aktuellen Top-Smartphones.

Verbesserte Kamera: Was taugt 4K im neuen iPhone?

Auch der Kamera im iPhone 6S wurde ein Upgrade spendiert. So stehen ab sofort nicht mehr nur 8 Megapixel, sondern 12 Megapixel bei der Kamera zur Verfügung. Außerdem lassen sich mit der neuen Optik Videos in 4K aufzeichnen. Weiterhin wurde auch die FaceTime-Kamera überarbeitet und kann nun Selfies mit 5 Megapixeln anstatt den vorherigen 1,2 Megapixeln aufnehmen.

Ein weiteres interessantes Features des iPhone 6S ist darüber hinaus Live Photos: Dabei handelt es sich um eine Funktion, die zu jedem Foto automatisch einen kleinen Film aufnimmt. Per 3D Touch kann dieser in der Fotogalerie angesehen werden. Damit werden Fotos etwas mehr zu Leben erweckt und der ein oder andere Moment wirkt doch deutlich näher durch Bewegtbild als auf einem statischen Foto.

Neu ist außerdem Retina Flash: Damit kannst Du auch bei schlechten Lichtverhältnissen Selfies machen, denn durch eine Vorblitz werden die Lichtverhältnisse ermittelt und anschließend die Helligkeit des Retina Display für besonders natürlich Farben eingestellt. In der Praxis funktioniert dies sehr gut – bei kompletter Dunkelheit wirken Bilder zwar trotzdem etwas überbelichtet, aber für den ein oder anderen Schnappschuss mit der FaceTime-Kamera ist der Retina Flash absolut ausreichend.

Videos lassen sich zudem mit 4K und damit bis zu 3.840 x 2.160 Pixel aufzeichnen – insgesamt stehen also mehr als 8 Millionen Pixel zur Verfügung. Mittels der neuen iMovie App für iOS kan dieses Bildmaterial dann auch direkt auf dem iPhone geschnitten und bearbeitet werden. Das überzeugt uns in der Praxis, denn 4K sieht nicht nur auf dem Retina Display vom iPhone schick aus, sondern macht auch auf 4K-fähigen TV-Geräten eine wirklich gute Figur.

Nicht billig: Preise des iPhone 6S

Wie zu erwarten ist natürlich auch das iPhone 6S nicht ganz günstig. Das kleinste Modell ist ab 739 Euro zu haben – nach oben hin ist Luft bis 1.069 Euro. Dabei beziehen sich die Preise direkt auf die Bestellung im Online-Shop von Apple. Über Mobilfunkprovider und Shops wie beispielsweise Phone House ist das Gerät zusammen mit einem Mobifunkvertrag in subventionierter Form jedoch günstiger zu haben.

Hier dennoch einmal die Preise laut Apple aufgelistet:

  • Apple iPhone 6S 16 GB: 739,00 Euro
  • Apple iPhone 6S 64 GB: 849,00 Euro
  • Apple iPhone 6S 128 GB: 959,00 Euro
  • Apple iPhone 6S Plus 16 GB: 849,00 Euro
  • Apple iPhone 6S Plus 64 GB: 959,00 Euro
  • Apple iPhone 6S Plus 128 GB: 1.069,00 Euro

Vergleich zum iPhone 6: Lohnt sich das Upgrade aufs 6S?

Kommen wir nun zu einer der wichtigsten Fragen – inbesondere für iPhone-Nutzer. Lohnt es sich jetzt auf das iPhone 6s zu upgraden und – falls ja – für wen?

Mit 3D Touch, einem deutlich schnelleren Prozessor, dem hochwertigen Case und Look & Feel sowie 4K-Videokamera, schnellerem Fingerprint-Sensor und verbesserter Netzwerktechnologie mit LTE Advanced macht das iPhone 6S durchaus eine gute Figur. Doch unserer Meinung nach reichen diese Verbesserungen nicht aus, um vom iPhone 6 auf das iPhone 6S zu upgraden. Auch mit dem Vorgängermodell sind wir mit iOS 9 recht solide unterwegs und auch das neue Bedienfeatures 3D Touch reicht eigentlich als alleiniger Grund für einen Wechsel auf das neuer Gerät nicht aus.

Anders mag es aber für Besitzer eines iPhone 4, 4S oder den Vorgängern aussehen, denn allein das Größenupgrade des Display auf 4,7 bzw. 5,5 Zoll ist ein klares Kaufargument. Auch die zusätzlichen Features machen ein Upgrade auf das iPhone 6S oder das iPhone 6S Plus in jedem Fall attraktiv. Auch Nutzer des iPhone 5 oder iPhone 5S oder 5C könnten über einen Wechsel nachdenken, auch wenn die Performance dieser Geräte nach wie vor sehr gut ist und auch iOS 9 auf diesen Smartphones problemlos installiert werden kann.

Fazit: Das iPhone 6S überzeugte durch kontinuierliche Verbesserungen und Optimierungen – allerdings ist es mehr die vielzitierte Evolution als wirkliche Revolution. Für Neueinsteiger ist das iPhone 6S oder iPhone 6S Plus sicherlich ein attraktives Modell, aber bisherige Nutzer können diese Variante durchaus auslassen, sofern nicht eines der neuen Features dringend benötigt wird. Der größte Kaufanreiz dürfte wohl die neue 3D Touch Technologie sein, die in jedem Fall überzeugend ist. Ob das allerdings für ein Upgrade ausreicht, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Unsere Bewertung zum iPhone 6S

Heute stellen wir Euch ein ganz besonderes Schmankerl vor, denn wir haben netterweise von Phone House ein iPhone 6S als Testgerät erhalten. Vielen Dank dafür in jedem Fall bereits an den Shop aus Münster. Gerne möchten wir Euch einen Eindruck vom neuen Smartphone aus dem Hause Apple geben und uns darüber hinaus auch an einem Vergleich vom iPhone 6 mit dem iPhone 6S versuchen. Was hat es mit dem neuen 3D Touch beim iPhone 6S auf sich? Wie verhält sich der neue leistungsstarke Prozessor, was leistet die 4K Kamera und wie schlägt sich das Gerät eigentlich im Alltag? Das iPhone…
Design - 9
Handhabung - 8.5
Performance - 9
Funktionalität - 8
Kamera - 8.5
Akku - 7
Preis - 6.5

8.1

Das iPhone 6S überzeugt in unserem Praxis-Test durch das gewohnt hochwertige und edle Design, sowie ordentliche Power und jede Menge tolle Features wie beispielsweise 3D Touch. Eine klare Kaufempfehlung für jeden iPhone-Einsteiger oder alle, die von einem etwas älteren iPhone wechseln möchten.

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1 Antwort
  1. Frank Müller says:

    Serwus,
    das ist mein zweites iPhone, hatte davor das iPhone 3GS, dass aber ziemlich schnell zu Bruch ging. Ich bin ein Fan von verbesserten Versionen und einem schnellen Prozessor, mal abgesehen von der 12 Megapixel Cam. Bin jedoch kein Liebling des 3D Touch, da mir dieses Funktionspiel aufn Eimer geht. Hab leider kein Vergleich zum Vorgängermodell, allerdings steht in diesem Artikel: http://www.derneuemann.net/apple-iphone-6s/6137, dass die WLAN Verbindungen nun schneller sein soll – ein dickes Plus. Leider hat Apple es auch diesmal nicht geschaft den Akku zu verbessern, was ich bei so einen hohen Preis relativ schade finde. Ich bin seit zwei Wochen stolzer Besitzer der 16GB Version und habe den Kauf noch nicht bereut, jedoch hoffe das mein iPhone 6S länger halten wird als mein 3GS.

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