RASF: Was es mit der Anti-Smartphone-Bewegung auf sich hat …

Radikale Anti-Smartphone Front
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Smartphones sind Must-haves. Oder doch nicht? Die Radikale Anti Smartphone-Front – kurz RASF – spricht sich gegen die mobilen Helfer aus. Was sind die Argumente der Bewegung und was wollen uns die Smartphone-Gegner damit sagen?

Die Radikale Anti Smartphone-Front und ihre Message

Smartphones gehören zum Alltag. Die kleinen mobilen Kraftpakete haben die breite Masse erobert und werden nicht nur von technikaffinen Gamern oder äußerst beschäftigten Managern genutzt, sondern auch von vielen jungen Menschen, die Freude an Innovationen haben. Sogar von Senioren, die sich mit Spaß an das Erkunden der Funktionen ihres neuen Smartphones machen. Alle lieben die Mobiltelefone mit dem großen Display.

Wirklich alle?

Nicht ganz. Es regt sich Widerstand. Ein kleiner Kreis widersetzt sich der Smartphone-Begeisterung und hält den technischen Spielereien stand. Mit Sprüchen wie „Lieben statt Liken!“ macht die Anti Smartphone-Bewegung auf sich aufmerksam. Ja, es gibt sie wirklich!

Freche Sprüche gegen Smartphone-Zombies

Wie der Bayerische Rundfunk berichtet, haben sich die Smartphone-Gegner den Namen RASF gegeben – die Kurzform für Radikalen Anti Smartphone-Front. Ganz schön radikal klingt nicht nur der Name der Gruppierung, sondern auch das knackige Sortiment an Sprüchen, mit denen die Smartphone-Gegner für ihr Anliegen werben.

Dahinter stecken zwei Berliner, denen es vielleicht gar nicht gegen Smartphones allgemein geht, sondern gegen den exzessiven Gebrauch der kleinen Geräte.

Das Manifest der Smartphone-Gegner

Wenzel und Benno – so heißen die Initiatoren – haben ein entsprechendes Manifest auf ihrer Webpage veröffentlicht.

RASF-Gründer Benno und Wenzel

Dort heißt es unter anderem, dass es inzwischen kaum noch einen Lebensbereich gebe, der sich nicht durch ein App optimieren lassen könnte – egal ob Partnersuche, Gesundheit oder Musikrecherche.

Wer es ganz eilig habe, könne sogar Kondome schnell und für den baldigen Gebrauch bei Amazon per One-Klick ordern. Allerdings, so die Aktivisten, weiß das Smartphone so auch einiges über uns und gibt diese Informationen via App an die Konzerne weiter.

Das Manifest will aber nicht nur anprangern, sondern auch einen Ausweg zeigen.

Technik passt nicht überall

Das ist dann natürlich nur für diejenigen interessant, die sich auch einen Weg aus der Welt ständiger Erreichbarkeit wünschen.

Smartphones, so die RASF-Gründer, sollen ein nützliches Mittel sein, um den Alltag zu bewältigen und Zeit zu sparen. Sie sollen aber nicht zu Zeitverschwendern werden. Wer sich beim ersten Date im Restaurant zwischendurch Katzenvideos anschaut oder ständig seine WhatsApp-Chats checkt, hat es vielleicht nicht anders verdient, als solch ein augenzwinkernd formuliertes Manifest vorgehalten zu bekommen.

Kritik gilt dem Nutzerverhalten

Das Smartphone selbst kann allerdings wenig dafür.

Es sind die Nutzer, die ihr Smartphone ständig bei sich haben und auch an dafür nicht vorgesehene Orte mitnehmen, ständig auf den virtuellen Spiegel starren und die Welt um sich herum vergessen, bis der Laternenpfahl kommt.

RASF greift alte Debatte auf

Dass manche Nutzer sich zu sehr mit ihrem Smartphone anfreunden ist keine neue Diskussion.

Schon bei Facebook und dessen Vorgängern warnten entsetzte Stimmen, dass alle nur noch vor ihrem Bildschirm hocken und virtuelle Bekanntschaften echte Freundschaften ersetzen. Ganz bewahrheitet hat sich das nicht. Dennoch gibt es das Phänomen der einsamen Einzelgänger mit 500 Facebook-Freunden, die im wahren Leben keine Kontakte haben und sich recht alleine fühlen.

Kann analog vermutet werden, dass rege Smartphone-Nutzung zur Vernachlässigung des „realen Lebens“ führt? Vielleicht zumindest in manchen Fällen, aber das gilt keineswegs für alle Nutzer.

Frech, auffällig und doch interessant?

Ein wenig vulgär gibt sich die Bewegung schon, wenn sie mit heftigen Sprüchen gegen Smartphones wettert. Aber derbe Worte erregen eben Aufmerksamkeit und die Botschaft der zwei Berliner will gehört werden. Wer hinter die markigen Sprüche schaut, wird feststellen, dass sie Smartphones nicht generell verteufeln, sondern sich für einen sinnvollen Umgang mit ihnen aussprechen.

Smartphones sind nützliche mobile Helfer, sollten aber echte Kontakte nicht ersetzen. Wer ständig nur auf sein Display schaut, auf Tinder nach dem passenden Date sucht, bemerkt vielleicht nicht, dass er von einer liebenswerten Schönheit an der Bushaltestelle angelächelt wird und verpasst viel mehr um sich herum.

Das ist die Kernaussage der RASF, der man durchaus etwas abgewinnen kann. Wir finden, eine tolle Bewegung, die durchaus zur Reflexion anregen kann und sollte. Was denkst du über die Botschaft der RASF?

Bildmaterial: RASF.eu

Andrea Augustin

Hallo, ich bin Andrea und blogge bei den smartphonepiloten zu aktuellen Mobilfunktrends und spannenden Angeboten rund ums Telefonieren. Ich entdecke gern Neues und teste innovative Ideen.

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