„Foodsharing“ & Co: Diese 6 Apps und Plattformen retten Lebensmittel

Foodsharing Apps
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Viel zu viele Lebensmittel landen Tag für Tag im Müll. Ein großer Teil davon wäre sogar noch genießbar. Möchtest Du etwas gegen diese Verschwendung tun, kannst Du Dich zum Beispiel an Foodsharing-Projekten beteiligen. Verschiedene Apps und Plattformen zeigen Dir, wer sein Essen mit Dir teilt. Hier stellen wir Dir sechs davon vor.

Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr in der Tonne

Gute elf Millionen Tonnen: So viele Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll. Großhändler, Supermärkte und Gastronomiebetriebe entsorgen, was sie nicht mehr verkaufen können. Doch auch jeder einzelne Verbraucher leistet seinen Beitrag zur Lebensmittelverschwendung. Der vergessene Joghurt im Kühlschrank, die viel zu große Portion Auflauf, das nicht verbrauchte Gemüse: Jeder einzelne von uns wirft viel zu viele Lebensmittel weg.

Neben verschiedenen Umweltschutz-Initiativen möchte auch die Bundesregierung die Menge der Lebensmittelabfälle reduzieren. Unter dem etwas sperrigen Namen „Nationale Strategie zur Reduzierung der Lebensmittelverschwendung“ lässt sie Maßnahmen entwickeln, um die Menge der weggeworfenen Nahrungsmittel bis 2030 um die Hälfte zu reduzieren.

Dazu sollen zum Beispiel intelligente Verpackungen beitragen, die anzeigen, ob Lebensmittel noch genießbar sind. Außerdem möchte die Bundesregierung die Wertschätzung für Lebensmittel fördern, mit Aufklärung in den sozialen Medien sowie Bildungskampagnen.

Du selbst kannst ebenfalls etwas gegen die Lebensmittelverschwendung tun. Indem Du bewusst einkaufst und nicht mehr in den Einkaufswagen legst, als Du tatsächlich verbrauchen kannst. Indem Du Dir Pläne machst, um wirklich das zu essen, was zu Hause im Kühlschrank liegt. Und indem Du Supermärkten und Restaurants überschüssige Lebensmittel abnimmst.

Mit Apps gegen die Lebensmittelverschwendung

Eine der Lösungen gegen Lebensmittelverschwendungen heißt Foodsharing.

Auf privater Ebene verschenken oder verkaufen Verbraucher dabei, was sie zu viel haben. Foodsharing gibt es aber auch auf professioneller Ebene. Supermärkte, Gastronomiebetriebe, Bäcker, eben alle, der Lebensmittel anbieten, werden auf diese Weise ihre Überschüsse los. Als Käufer kannst Du Dich über Gerichte und frische Waren zu Schnäppchenpreisen freuen.

Aber welche Anbieter aus Deiner Nähe machen beim Foodsharing mit? Das findest Du über diverse Apps und Plattformen heraus. Hier lernst Du einige von ihnen näher kennen.

Foodsharing.de: Die Community

Über die Online-Plattform foodsharing.de vernetzen sich Lebensmittelretter_innen in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seit 2012 arbeitet die Community mit verschiedenen Supermärkten und anderen Anbietern zusammen. Mittlerweile machen mehrere Tausend Betriebe mit.

Ehrenamtliche Helfer „retten“ nicht verkaufte Lebensmittel aus den kooperierenden Betrieben und verteilen sie an die anderen Community-Mitglieder.

Über die Funktion „Essenskörbe“ kann jedes Mitglied zudem Lebensmittel direkt mit anderen Menschen teilen. Wer Essen abzugeben hat, kann es auch zu einer von mehreren Hundert Verteilstationen bringen. Andere Foodsharer können sich dann mitnehmen, was sie gerade brauchen.

Ähnliche Communities gibt es auch auf regionaler Ebene. Über Nachbarschafts-Netzwerke kannst Du zum Beispiel mit Leuten aus Deinem Stadtviertel in Kontakt kommen und mit ihnen eigene Foodsharing-Projekte auf die Beine stellen.

Zu gut für die Tonne!

Ebenfalls seit 2012 gibt es die kostenlose App „Zu gut für die Tonne!“, entwickelt im Auftrag des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

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Zu gut für die Tonne!
Preis: Kostenlos

„Zu gut für die Tonne!“ ist keine tatsächliche Foodsharing-App, will Dir aber trotzdem helfen, möglichst wenige Lebensmittel zu verschwenden. Zu diesem Zweck stellt die App unter anderem zahlreiche Rezepte zur Resteverwertung vor. Bekannte Sterneköche wie Johann Lafer und Sarah Wiener haben sich Gedanken darüber gemacht, wie sich auch aus wenigen Zutaten leckere Gerichte zubereiten lassen. Du gibst einfach die Zutaten ein, die Du noch zu Hause hast, und die App spuckt Dir passende Rezepte aus.

Darüber hinaus gibt die App Dir viele Tipps für den Einkauf, für die richtige Lagerung, zur Haltbarkeit und Verwertung von Lebensmitteln. Mit den vielen hilfreichen Features kannst Du Deine Einkäufe besser planen und Dich zudem umfassend über verschiedene Lebensmittel informieren.

Too Good To Go

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Too Good To Go
Too Good To Go
Entwickler: Too Good To Go
Preis: Kostenlos
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Wenn Restaurants, Cafés oder Bäcker schließen, haben sie oft noch eine ganze Menge Gerichte und Waren übrig. Diese Überproduktion lässt sich nicht immer vermeiden. Damit diese Waren nicht im Müll landen, nutzen viele Betriebe in ganz Deutschland bereits die App Too Good To Go und bieten darüber ihren Überschuss zum Schnäppchenpreis an.

Als Verbraucher profitierst Du doppelt: Du unternimmst etwas gegen die Lebensmittelverschwendung und bekommst leckere Sachen zum günstigen Preis. Die kostenlose App zeigt Dir, welche Betriebe in Deiner Nähe mitmachen. In Großstädten gibt es bereits eine gute Auswahl.

Findest Du etwas, was Dir gefällt, kannst Du eine sogenannte Foodbox reservieren. Die App zeigt Dir dann ein Zeitfenster an, indem Du Deine Reservierung abholen kannst.

Deine Bestellung bezahlst Du direkt per Kreditkarte oder PayPal. Im Laden zeigst Du einfach Deine Quittung von Too Good To Go vor und nimmst Dein Essen mit. Zum Transport gibt es abbaubare Behälter oder Papiertüten. Alternativ kannst Du Dir auch die ECO Brotbox zulegen und Dein Essen darin abfüllen lassen.

ResQ Club

Die kostenlose App ResQ Club funktioniert nach einem ähnlichen Prinzip wie Too Good To Go. In Deutschland gibt es den Dienst bislang für Berlin und Duisburg. Eine Karte zeigt Dir an, welche Anbieter in Deiner Nähe günstige Lebensmittel abzugeben haben. Auf das Essen gibt es zwischen 40 und 70 Prozent Rabatt.

ResQ Club legt besonderen Wert auf gesunde, nachhaltige Speisen. Die teilnehmenden Cafés, Restaurants und Snack-Anbieter zeichnen sich daher durch einen bewussten Umgang mit Zutaten aus. In den Einstellungen kannst Du zudem festlegen, dass Du nur vegetarische, vegane, laktosefreie, milchfreie oder glutenfreie Gerichte angezeigt bekommen möchtest.

Hast Du etwas Leckeres gefunden, bezahlst Du deine Bestellung über die App per PayPal oder Kreditkarte. Die Bestellung kannst Du direkt danach abholen.

OLIO

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Bei OLIO steht die Nachbarschaftshilfe im Vordergrund. Anders als die anderen vorgestellten Apps soll dir OLIO vor allem helfen, überflüssige Lebensmittel loszuwerden. Hast Du viel zu viel Kuchen gebacken? Oder einen Obstbaum im Garten, dessen Ertrag Du allein gar nicht essen kannst? Über OLIO lädst Du Deine Nachbarn ein, sich etwas davon abzuholen.

Das funktioniert so: Du machst ein Foto von den Lebensmitteln, die Du abzugeben hast. Dazu schreibst Du ein paar Angaben und auch, ob Du die Produkte verschenken oder verkaufen möchtest. Sobald jemand aus Deiner Nachbarschaft auf Dein Angebot aufmerksam wird, kann er sich über OLIO mit Dir in Verbindung setzen. Schon bist Du los, was Du nicht brauchst, und hast jemand anderen glücklich gemacht.

Ein Herz für krummes Gemüse: Etepetete

Um eine etwas andere Art der Lebensmittelrettung geht es bei Etepetete. Die Initiative hat ein Herz für krummes Gemüse und möchte optisch weniger ansprechende Lebensmittel an die Verbraucher bringen.

In Supermärkten gilt für Obst und Gemüse nach wie vor das Motto „Das Auge isst mit.“ Dafür sind natürlich auch die Verbraucher verantwortlich, die weniger ansehnliche Waren liegen lassen. Etepetete vertreibt Gemüseboxen, in denen genau das landet, was der normale Supermarkt nicht verkauft: krummes, etwas verwachsenes, aber frisches und genießbares Obst und Gemüse vom Biobauern.

Du kannst zwischen verschiedenen Boxen wählen. Wöchentlich oder alle zwei Wochen kommen die Kisten dann direkt vom Bauern zu Dir nach Haus. Die Box selbst ist selbstverständlich umweltfreundlich und die Betreiber von Etepetete versprechen, auf kurze Lieferwege zu achten.

Viel zu viele Lebensmittel landen Tag für Tag im Müll. Ein großer Teil davon wäre sogar noch genießbar. Möchtest Du etwas gegen diese Verschwendung tun, kannst Du Dich zum Beispiel an Foodsharing-Projekten beteiligen. Verschiedene Apps und Plattformen zeigen Dir, wer sein Essen mit Dir teilt. Hier stellen wir Dir sechs davon vor. Elf Millionen Tonnen Lebensmittel landen pro Jahr in der Tonne Gute elf Millionen Tonnen: So viele Lebensmittel landen in Deutschland jedes Jahr im Müll. Großhändler, Supermärkte und Gastronomiebetriebe entsorgen, was sie nicht mehr verkaufen können. Doch auch jeder einzelne Verbraucher leistet seinen Beitrag zur Lebensmittelverschwendung. Der vergessene Joghurt…
Foodsharing liegt voll im Trend und beugt der Lebensmittelverschwendung vor! Von uns gibt's daher für dein Einsatz der App-Entwickler einen absoluten Daumen nach oben!

Unsere Meinung: Foodsharing rockt!

Nachhaltigkeit - 100%
Auswahl an Apps - 70%
Kosten-/Nutzen - 100%

90%

Foodsharing liegt voll im Trend und beugt der Lebensmittelverschwendung vor! Von uns gibt's daher für dein Einsatz der App-Entwickler einen absoluten Daumen nach oben!

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Simone Gerdesmeier

Simone ist die treue Seele der smartphonepiloten-Redaktion. Als freie Journalistin und ausgewiesene Mobilfunk-Expertin seit mehr als drei Jahren beschäftigt sich mit Themen wie Digital Lifestyle Diensten, aktuellen Tarifchecks sowie die Toplisten der Apps, die Du unbedingt kennen musst.Themen wie Gesundheit, Fitness und Ernährung haben es ihr besonders angetan und daher versuchen wir, den Spagat zwischen diesen Bereichen und der Welt des Mobilfunks hier zu meistern :)

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