Die 5 heißesten Smartphone-Neuheiten vom Mobile World Congress 2017

Mobile World Congress
Share

Ende Februar blicken Fans der mobilen Kommunikation traditionell nach Barcelona. Auf dem Mobile World Congress (MWC) präsentieren die Hersteller jedes Jahr neue Smartphones, Gadgets und mehr. Heiß erwartet wurde vor allem das Wiedersehen mit Nokia und Blackberry. Hier stelle ich Dir die fünf Smartphones vor, die auf dem MWC für das meiste Aufsehen sorgen.

5 Smartphone-Entwicklungen, über die beim Mobile World Congress 2017 alle reden

Wer sorgt beim MWC 2017 für Aufsehen?

Der Mobile World Congress in Barcelona  ist das große Klassentreffen der Mobile-Branche. Alle wichtigen Hersteller sind hier vertreten und präsentieren ihre Neuheiten. Mit einer Ausnahme: Apple bleibt den Messen bekanntermaßen fern und stellt seine Geräte auf eigenen Veranstaltungen vor.

Eine weitere Branchengröße verhält sich in diesem Jahr eher still: Nach dem Debakel um explodierende Modellen des Galaxy Note 7 hat Samsung den offiziellen Launch des Galaxy S8 um einige Wochen nach hinten verschoben. Auf dem WMC gibt es das neue Flaggschiff nur im Hinterzimmer zu sehen, öffentlich stellen die Koreaner dagegen das Tablet Galaxy Tab 3 vor.

Für Schlagzeilen und Gesprächsthemen sorgen derweil andere, allen voran Nokia und Blackberry.

Zukunft ist Vergangenheit: Nokia reanimiert alte Bekannte

Dass sich die Finnen von Nokia auf dem MWC zurückmelden wollten, hatten wir ja schon berichtet. HDM Global vermarktet mittlerweile Handys unter dem bekannten Namen.

Schon einen Tag vor dem offiziellen Start des MWC stellten die Finnen ihre neuen Smartphones vor. Drei Stück hatten sie im Gepäck, auf allen läuft das unmodifizierte Android 7.

„Pure Android“ nennt Nokia diese Strategie. Der Vorteil: User kommen besonders schnell an Updates und Sicherheits-Patches für das unveränderte Google-Betriebssystem.

Drei Nokia-Smartphones zum günstigen Preis

Schlicht Nokia 3, Nokia 5 und Nokia 6 heißen die drei Smartphone-Modelle. Alle wenden sich an eine preisbewusste Zielgruppe.

Das Einsteigermodell Nokia 3 mit 5-Zoll-Bildschirm und Aluminiumgehäuse gibt es schon für 139 €.

Das Nokia 5 bietet für gerade einmal 189 € ein 5,2 Zoll großes IPS HD-Display.

Das Nokia 6 wird das neue Flaggschiff des Unternehmens, kommt im Aluminiumgehäuse mit 5-Zoll-Bildschirm daher und kostet 229 €.

Das Revival des Nokia 3310

Noch mehr Aufsehen als mit den neuen Smartphones macht Nokia allerdings mit alten Bekannten: Die Finnen haben das gute alte Handy wiederbelebt.

[av_video src='https://www.youtube.com/watch?v=3hlhjGMWpYg‘ format='16-9′ width='16‘ height='9′]

Schon Ende letzten Jahres zeigten die Finnen das nostalgische Nokia 150. Das kann nicht mehr als telefonieren und SMS verschicken. Dafür ist das Spiel „Snake“ installiert. Das weckt warme Erinnerungen bei allen, die in den späten 1990ern schon alt genug für ein Handy waren.

Dem Retro-Trend folgt Nokia auch mit der Neuauflage des 3310, die es auf dem MWC zu sehen gab. Das Original produzierte Nokia von 2000 bis 2005, es war lange Zeit das meistverkaufte Handy der Welt. Auf einen großen Funktionsumfang musst Du beim gar nicht smarten Handy verzichten. Von bis zu 22 Stunden Sprechzeit und laut Hersteller einem Monat Standby-Zeit können Smartphones allerdings nur träumen.

Das Nokia 150 gibt es für schlappe 39 €, das 3310 für 49 €.

Blackberry zeigt sein neues KEYone

KEYone statt Mercury: Unter einem neuen Namen stellte Blackberry sein neues Smartphone schon am Samstag vor MWC-Start vor. Es ist das erste Modell, das der chinesische Hersteller TCL komplett für Blackberry entworfen und gebaut hat.

Blackberry KEYone

Blackberry hat sich vom eigenen Betriebssystem verabschiedet, auf dem KEYone läuft Android.

Smartphone mit typischer Blackberry-Tastatur

Ungewöhnlich für ein Smartphone, aber typisch für Blackberry, ist die QWERTY-Tastatur unter dem Bildschirm. Ganze 6,5 Zoll misst das Gehäuse daher auch, oder umgerechnet 15cm x 7cm x 1 cm.

Gemessen an der Gesamtgröße fällt das Display mit 4,5 Zoll recht klein aus. Es bietet eine Auflösung von 1.620 x 1.080 Pixel.

Seitlich am Gehäuse sitzen drei Knöpfe, die mit unterschiedlichen Funktionen belegt werden können. Die Leertaste der Tastatur beinhaltet einen Fingerabdrucksensor.

Weitere technische Daten zum Blackberry KEYone

  • Betriebssystem Android 7.1 Nougat
  • Qualcomm Snapdragon 625 Octa-Core Prozessor mit 2.0 Ghz
  • 3 GB RAM Arbeitsspeicher
  • 32 GB interner Speicher, mit microSD erweiterbar auf bis zu 2 TG
  • 12 MP Hauptkamera
  • 8 MP Frontkamera
  • 3.505 mAh Lithium-Ionen-Akku
  • Wi-Fi, Bluetooth 4.2, LTE, GPS

Ab April 2017 soll es das Blackberry KEYone für rund 600 € zu kaufen geben.

Das Huawei P10 in voller Farbenpracht

Dazzling Blue, Prestige Gold, Greenery: Nein, wir sind hier in der Wandfarbenabteilung im Baumarkt. Das sind die neuen Farbtöne des Huawei P10 und des P10 Plus.

Der chinesische Hersteller hat das Gehäuse einiger Farbvarianten zudem mit winzigen Vertiefungen, sogenannten Hypercuts, versehen. Dadurch ist die Oberfläche weniger glatt – und die Smartphones glitzern.

Dual-Kamera mit Leica-Linsen

Mit dem P10 und P10 Plus nimmt Huawei deutlich die junge Zielgruppe ins Visier, das zeigen nicht nur die auffälligen Farbvarianten. Die Kameraoptionen dürften allen gefallen, die viel auf Instagram posten.

Wie der Vorgänger P9 verfügt auch das P10 über eine Dual-Kamera mit Leica-Linse. Der Monochrom-Sensor bietet eine Auflösung von 20 Megapixel, der RGB-Sensor von 12 Megapixel.

Neu ist die f/1.8-Blende. Das Huawei P10 bietet zudem erstmals einen Hybrid-Zoom und eine optische Bildstabilisierung. Mit der 3D-Gesichtserkennung für Portraitaufnahmen sollen Selfies besser gelingen. Spezielle Portrait-Modi und zahlreiche Bearbeitungsfunktionen sollen Selfies und Fotos noch schöner machen.

Weitere technische Daten zum Huawei P10 und P10 Plus

Das Huawei P10 bietet:

  • 5,1-Zoll-Full-HD-Display
  • 4 GB RAM Arbeitsspeicher
  • 64 GB internen Speicher
  • Betriebssystem: Android 7.0
  • LTE 4.5G-fähig

Das Huawei P10 Plus bietet:

  • 5,5-WQHD-Display
  • 6 GB RAM Arbeitsspeicher
  • 128 GB internen Speicher
  • Betriebssystem Android 7.0
  • LTE 4.5G-fähig

In Deutschland wird es allerdings nur das P10 geben. Der Preis soll bei 599 € liegen. Bei o2 und Vodafone kannst Du das Smartphone seit Ende Februar vorbestellen.

LG G6: Unaufgeregtes für die Selfie-Generation

2016 wollte LG mit einem modularen Smartphone punkten. Dieser Versuch ging gründlich nach hinten los.

LG G6

Mit dem LG G6 setzt der Hersteller daher wieder auf Altbewährtes. Ungewöhnlich ist allein das Seitenverhältnis des Bildschirms von 18:9. Als erstes Smartphone unterstützt das LG G6 zudem den HDR-Standard Dolby Vision, der Farbtreue, Helligkeit und Detailschärfe von Videos verbessern soll.

Das Display misst 5,7 Zoll und kommt mit einer Auflösung von 2880 x 1440 Pixel daher. Das sitzt in einem Alu-Gehäuse in den Farben Weiß, Schwarz und Platin.

Kamera-Software mit Food-Modus

Genau wie Huawei richtet LG sein neues Smartphone an die Generation Selfie. Auf der Rückseite sitzen zwei Kameras mit einer Auflösung von 13 Megapixel. Die Weitwinkellinse bietet einen Blickwinkel von 125° und eine Blende von f/2.4. Die zweite Kamera weist einen Blickwinkel von 71°, eine lichtstarke f/1.8-Blende und einen optischen Bildstabilisator auf.

Die Frontkamera mit 5-Megapixel-Bildsensor und f/2.2-Blende macht Selfies mit Weitwinkel und automatischem Selbstauslöser.

Das LG G6 bringt darüber hinaus zahlreiche Kamera-Modi mit. Dazu gehört auch ein Food-Modus für alle, die gerne ihr Essen fotografieren und auf Instagram teilen.

Weitere technische Daten zum LG G6

  • Qualcomm Snapdragon (MSM8996 Pro) Quadcore Prozessor mit 2,35 GHz
  • 4 GB RAM Arbeitsspeicher
  • 32 GB interner Speicher, mit microSD um 2 TB erweiterbar
  • 3300 mAh Lithium-Ionen-Akku
  • LTE 4G-fähig, Bluetooth 4.2, GPS
  • Betriebssystem Android 7.0

In Europa kommt das LG G6 ab Mitte April für 749 € auf den Markt.

Oppo will mit neuer Kameratechnik „Go 5x further“ punkten

Oppo? Wer bitte ist denn Oppo?

In Deutschland ist der chinesische Hersteller noch weitgehend unbekannt. Weltweit hält die Firma dagegen den vierten Platz der größten Smartphone-Fabrikanten.

Vor dem MWC 2017 hat Oppo in sozialen Netzwerken das Feauture „Go 5x further“ angekündigt. Das soll die Smartphone-Fotografie revolutionieren und wesentlich detailgetreuere Bilder ermöglichen.

Dual-Kamera mit 5-fachem Zoombereich

Doch worum handelt es sich bei „Go 5x further“ tatsächlich? Das offenbarte Oppo erst auf dem MWC.

Die Antwort: 5x steht für den Zoom-Faktor. Oppo hat sein Smartphone mit einer Dual-Kamera ausgestattet, die einen 5-fachen Zoombereich abdeckt.

Damit das ohne Qualitätsverluste gelingt, arbeitet der Zoom zum Teil optisch, zum Teil digital. Die optische Komponente ermöglicht einen 3-fachen Zoom. Ein neuer Bildstabilisator soll zudem ein Verwackeln der Aufnahmen verhindern.

Periskop-artige Anordnung der Linsen

Apples iPhone 7 bietet nur einen 2-fachen Zoom. Ein 5-facher Zoombereich stellt daher tatsächlich eine kleine Revolution für Smartphone Dual-Kameras dar.

Die neue Kameratechnik soll sogar in extrem dünne und schlanke Smartphones passen. Dafür sorgt der periskop-artige Aufbau. An dem hat Oppo laut eigenen Angaben etwa ein Jahr lang gearbeitet. Etwa 50 Patenten hat der Hersteller bisher für die neue Technik beantragt.

Noch hat das Unternehmen nicht verraten, wann es die ersten Oppo Smartphones mit 5-fachem Zoom geben soll. Der Konzern geht aber davon aus, dass andere Anbieter den technischen Ansatz aufgreifen werden.

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne
1 Bewertungen, durchschnittlich: 5,00 von 5 Sternen
Simone Gerdesmeier

Simone ist die treue Seele der smartphonepiloten-Redaktion und beschäftigt sich mit Themen wie Digital Lifestyle Diensten über aktuelle Tarifchecks bis zur Zusammenstellung der besten Apps aus einem bestimmten Themengebiet.Themen wie Gesundheit, Fitness und Ernährung haben es ihr besonders angetan und daher versuchen wir, den Spagat zwischen diesen Bereichen und der Welt des Mobilfunks hier zu meistern :)

Das könnte Dich auch interessieren …

Schreibe einen Kommentar

You have to agree to the comment policy.