Eisig, kalt und nass: Tipps für das Smartphone im Winter

Smartphone im Winter
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Verwendest Du Dein Smartphone im Winter? Bestimmt. Du bist selbst bei Frost gern draußen unterwegs? Der Winter lockt mit Schnee, rasanten Pisten oder Partys in den Bergen. Auf Dein Smartphone warten hier aber einige Gefahren. Kälte, Nässe und Stürze können der Elektronik schaden. Wie kannst Du Dein Mobiltelefon wirksam schützen? Das erfährst Du in diesem Beitrag …

Nässe, Kälte und Stürze im Schnee: Im Wintern lauern viele Gefahren für empfindsame Elektronik

Abenteuer Winter – auch für Dein Smartphone eine Herausforderung

Auch wenn das wilde Schneegestöber bisher auf sich warten ließ, kündigt die Weterprognose für die nächsten Wochen kühle Temperaturen an. In den deutschen Mittelgebirgen war Frau Holle schon mancherorts fleißig und selbst in tiefen Lagen gab es frostige Temperaturen. Nicht nur wir bibbern bei Minusgraden. Auch für Dein Smartphone läuft bei der Kälte einiges anders. Typische Probleme im Winter sind:

  • ein schnell entladener Akku
  • gefährliche Temperaturschwankungen
  • Stürze im Schnee
  • Probleme mit dem Touchscreen
  • Feuchtigkeit und Nässe

In unserem Ratgeber erfährt Du, wie Dein Smartphone gut über den kühlen Winter kommt und keinen Frostschaden nimmt.

Smartphone im Winter: Der Akku reagiert langsamer

Die Kälte im Winter erschwert vor allem einem Bauteil Deines Smartphones die Arbeit – dem Akku. Dieser entlädt sich schneller, sodass Du ihn häufiger wieder mit neuer Energie versorgen musst.

Mit sinkenden Temperaturen lässt die Kapazität des Akkus immer weiter nach. Das gilt nicht nur beim Verwenden des Smartphones, wie bei Gesprächszeiten, sondern auch im Standby-Modus. Ursache ist der innere Aufbau des Akkus. Die chemischen Prozesse, welche für das Weiterleiten der elektrischen Ladungen verantwortlich sind, laufen bei Kälte wesentlich langsamer ab.

Der Akku kann seine Ladung schlechter abgeben. Das Smartphone gibt sich mit dem langsameren Akku aber nicht zufrieden, sondern fordert die gleiche Leistung wie immer. Ist nun die Spannung des Akkus wegen der Minustemperaturen geringer, dann muss er einen höheren Strom abliefern, um das Smartphone mit der üblichen Leistung versorgen zu können. Dadurch wird der Akku rasch leer.

Frost in schädlich für Dein Smartphone: Den Akku vor der Kälte schützen

Die Zeitschrift PC-Welt rät in diesem Fall, das Auskühlen des Akkus zu vermeiden.

Dazu solltest Du das Smartphone eng am Körper transportieren und nicht in einer extra Tasche, in der es den kühlen Temperaturen ausgesetzt ist. Ideal ist das Tragen in der Innentasche von Jacke oder Mantel sowie die Hosentasche. Wenn Du dann wieder im Warmen bist, solltest Du Deinem Smartphone etwas Zeit geben. Hänge es nicht gleich an das Ladegerät, sondern warte, bis es sich auf Raumtemperatur erwärmt hat.

Das Aufwärmen sollte aber langsam geschehen, etwa in der Hosentasche. Lege es nicht auf die Heizung, denn dieser große Temperaturunterschied kann der Technik schaden.

Smartphone im Winter: Schwankungen der Temperatur vermeiden

Warum sind Temperaturschwankungen für das Smartphone so gefährlich? Das Problem ist Kondenswasser.

Kurzer Exkurs: Bei kühlen Temperaturen draußen kann die Luft wenig Flüssigkeit aufnehmen. In der Kälte ist die Luftfeuchtigkeit geringer. Die kalte Luft draußen enthält also weniger Feuchtigkeit. Ist es hingegen warm, kann die Luft mehr Wasser speichern und die Luftfeuchtigkeit ist höher. Das gilt auch für die Luft im Smartphone.

Nimmst Du Dein Smartphone aus dem warmen Wohnzimmer mit nach draußen, dann kann die Luft im Gerät die gespeicherte Feuchtigkeit nicht mehr halten. Diese setzt sich an winzigen Staubteilchen ab und kondensiert. Ist es kalt, dann gefriert dieses kondensierte Wasser kurz darauf.

Einen ähnlichen Effekt kannst Du beobachten, wenn Du im Winter in Dein Auto steigst. Die Feuchtigkeit Deiner Atemluft kondensiert an der Frontscheibe und gefriert auch gleich, sodass sich eine dünne Frostschicht bildet, bis die Lüftung das Wageninnere erwärmt hat.

Bei Kälte können sich im Smartphone also Eiskristalle bilden. Diese sind noch nicht das Problem. Aber wenn Du nun nach dem Ausflug in die Kälte wieder im Warmen bist, werden diese Eiskristalle schmelzen. Dadurch kann es im Inneren Deines Smartphone nass werden. Das Kondenswasser schadet der Elektronik. Daher solltest Du Deinem Mobiltelefon nach der Rückkehr in die Wohnung etwa eine halbe Stunde Zeit gaben, um sich zu akklimatisieren. Am besten schaltest Du das Smartphone während der Aufwärmzeit aus.

Stürze bereiten auch dem Mobiltelefon Beschwerden

Bist Du auf der Piste unterwegs, rodelst oder fährst Ski, dann denke auch an den Schutz Deines Smartphones. Nicht nur die Kälte ist hier eine Gefahr, sondern vor allem der unsanfte Bodenkontakt durch Stürze.

Damit Deinem Mobiltelefon nichts passiert, wenn es aus der Tasche rutscht und zu Boden fällt, solltest Du ihm eine stoßfeste Hülle gönnen. Outdoor-Hüllen bewahren Dein Smartphone vor Dreck, Wasser und Stürzen, sodass Dein Mobiltelefon nicht in alle Einzelteile verfliegt, sollte es versehentlich doch auf dem Eis landen. Wenn Du beim wilden Abfahrtslauf auf dem Bauch landest, dann passiert wenigstens Deinem elektronischen Begleiter nichts.

Handschuhe, kalte Finger & C0.: Wenn der Touchscreen nicht auf Dich reagiert

Die langsameren Reaktionszeiten der elektronischen Technik machen sich nicht nur beim Akku, sondern auch beim Bildschirm bemerkbar, wie das Magazin CHIP berichtet.

Der sonst so schnelle und bedienfreundliche Touchscreen reagiert auf einmal verlangsamt und zeigt bei sanftem Druck gar keine Veränderungen. Ursache ist das elektrische Feld, was die Funktionalität des Touchscreens ausmacht.

Bei Kälte werden Veränderungen dieses elektrischen Feldes, die durch den Fingerdruck entstehen, langsamer weitergegeben. Mit normalen Handschuhen kannst Du den Touchscreen gar nicht bedienen, da die Fasern des Stoffes nicht elektrisch leitend sind.

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Nutze entweder Handschuhe mit speziellen, elektrisch leitenden Fasern in den Fingerkuppen oder ziehe die Handschuhe für das Bedienen Deines Smartphones kurz aus. Verwende beispielsweise ein Headset, damit Du unterwegs unproblematisch Anrufe annehmen kannst, ohne das Mobiltelefon aus der Kleidung holen und die Handschuhe ausziehen zu müssen.

Vorsicht vor Wasser und Feuchtigkeit

Smartphones sind immer häufiger wasserdicht. Auf das Werbeversprechen der wasserdichten Smartphones solltest Du Dich aber nicht zu sehr verlassen. Liegt das Mobiltelefon im Schnee oder landet es in einer Pfütze, können schnell empfindliche Schäden drohen. Wasser und sensible Elektronik vertragen sich nicht gut.

Es kann sogar bereits dann problematisch sein, wenn Du von einer Schneeballschlacht noch etwas Schnee in der Hand hast, damit Dein Smartphone anfasst und so etwas Schmelzwasser an das Gerät gelangt. Wenn Du bemerkt, dass Dein Handy nass geworden sein könne, dann schalte es aus und lasse es vorsichtig trocknen. Wenn möglich, solltest Du nach dem Ausschalten den Akku herausnehmen und alles bei Raumtemperatur trocknen lassen.

Wie schützt Du Dein Smartphone vor dem Winter?

Selbst bei Eis und Schnee darf das Smartphone nicht fehlen. Wie sollen sonst schöne Aufnahmen von verschneiten Landschaften oder dem Sonnenuntergang in den Bergen entstehen. Aber wie schützt Du die empfindliche Technik vor den Gefahren des Winters? Mit welchen Tricks hältst Du den Akku im Winter fit? Ich bin gespannt auf Deine Tipps, Workarounds und Kommentare … 🙂

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Jannik Degner

Jannik ist der Gründer der smartphonepiloten. Er bloggt hier zu aktuellen Themen aus der Welt des Mobilfunks - vom Ratgeber mit hilfreichen Tipps & Tricks über Tarifübersichten mit den besten Angeboten bist zu brandheißen Deals.

Jannik hat jahrelang mit und für verschiedene Mobilfunkanbieter in Deutschland gearbeitet und kennt die Tricks der Branche. Er berät, schreibt und berichtet bei den smartphonepiloten von seinen Erfahrungen und hilft bei Problemen.

Seit 2012 hat er sich der Welt des Mobilfunks verschrieben und interessiert sich für Mobilfunkstandards, Handytarife, aktuelle Smartphones, Technik-Gadgets, den digitalen Lifestyle und das vernetzte Zuhause.

Wenn man ihn nicht gerade am Macbook vorfindet, dann ist er entweder in der Küche und testet innovatives eKitchen-Equipment oder er sitzt - ganz analog - am Klavier. :)

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