Apple HomePod: Alternativen, Funktionen, Preise & Verfügbarkeit

Apple Homepod
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Hier spielt die Musik: Apple wagt mit dem HomePod den Angriff auf digitale Assistenten wie Amazon Echo und Google Home. Das Musikhören zu Hause möchte Apple gleich mal revolutionieren, auch das Smart Home lässt sich mit dem Lautsprecher steuern. Was der HomePod alles kann, zeige ich Dir hier.

Das HomePod-Geheimnis: Was Apple anders machen will als die Konkurrenz von Amazon und Google

Der Apple HomePod: Kompakter, smarter Lautsprecher

„The new sound of home“: So kündigt Apple den HomePod an. Kompakt ist er, 17,2 cm hoch, 14,2 cm im Durchmesser, wiegt 2,5 kg und sieht aus wie ein kleiner Zylinder. In erster Linie will das kompakte Gerät den Musikgenuss zu Hause revolutionieren.

Doch natürlich kann der Lautsprecher noch ein wenig mehr, als nur Musik abspielen. Apples Sprachassistentin Siri beantwortet Fragen, übers Wetter zum Beispiel oder über aktuelle Nachrichten und Fußballergebnisse. Damit tritt der HomePod in direkte Konkurrenz zum Amazon Echo und zu Google Home.

Wie funktioniert der HomePod?

„Hey, Siri!“ Wie seine Konkurrenten aus dem Hause Amazon und Google funktioniert der HomePod per Sprachsteuerung. Siri spielt auf Zuruf die gewünschten Songs ab. Der HomePod greift dafür natürlich auf Apple Music zu. Rund 40 Millionen Songs stehen Dir so zur Auswahl.

Apple HomePod Siri

Darüber hinaus hat Siri auf Anfrage nützliche Informationen zu den Songs zu bieten und soll aus den musikalischen Vorlieben der Nutzer lernen. Apple Music synchronisiert sich über alle Geräte hinweg: Öffnest Du Apple Music auf dem iPhone oder iPad, nimmst Du Deine Vorlieben und Playlists mit.

Zusätzlich zur Sprachsteuerung bietet der Lautsprecher eine berührungsempfindliche Bedienoberfläche. Per Tap kannst Du Musik abspielen, anhalten oder die Lautstärke regulieren. An der Wellenlängen-Grafik auf der Bedienoberfläche erkennst Du auch, ob Siri gerade zuhört.

Willst Du wissen, ob Deine Lieblingsmannschaft das letzte Match gewonnen hat oder ob Du morgen einen Schirm mitnehmen musst, weiß Siri ebenfalls die Antwort. Außerdem kannst Du Dir vom HomePod Deine Termine oder Staumeldungen ansagen lassen.

Nachrichten soll der sprachgesteuerte Lautsprecher ebenfalls verschicken können. Außerdem will Apple ihn als Schaltzentrale für das voll vernetzte Zuhause einsetzen. Wer Apples Home System nutzt, braucht dafür zurzeit noch einen ständig eingeschalteten Apple TV. Mit dem HomePod sollst Du dann Licht, Heizung, Unterhaltungselektronik und mehr per Spracheingabe bedienen.

Preis und Verfügbarkeit des Apple HomePod

Als Apple den HomePod auf der letzten Entwicklerkonferenz Anfang Juni vorgestellt hat, waren die Geräte noch nicht ganz fertig. Lediglich zwei Prototypen hatte Apples Marketing-Chef Phil Schiller daher mitgenommen.

In den USA kommt der Lautsprecher im Dezember auf den Markt, zeitgleich erscheint er in Großbritannien und Australien. In den USA soll er voraussichtlich 349 Dollar kosten.

Wann es den HomePod auch in Deutschland gibt, steht derzeit noch nicht fest. Auch zum möglichen Verkaufspreis hat Apple noch keine Angaben gemacht. Vor 2018 wird es vermutlich nicht soweit sein.

Welche Chancen hat der Apple HomePod gegen die Konkurrenz?

Apples digitale Assistentin Siri gibt es zwar schon seit 2011, mit der Entwicklung seines sprachgesteuerten Lautsprechers hat der Konzern sich jedoch Zeit gelassen. Amazon Echo mit Alexa ist es immerhin schon seit 2014 auf dem US-amerikanischen Markt vertreten, seit 2016 auch in Deutschland. Google Home gibt es in den USA seit 2016, Medienberichten zufolge ist die deutsche Markteinführung noch für 2017 geplant.

Apples HomePod bietet nach bisherigem Kenntnisstand keine neuen Funktionen. Das Design folgt zwar Apples Linie, ist aber ebenfalls nicht bahnbrechend. Mit einem Einführungspreis von 349 Dollar ist der HomePod zudem deutlich teurer als die Geräte der Konkurrenz.

  • Amazons Echo Dot gibt es in den USA bereits für 49,99 Dollar (59,99 € in Deutschland), den Echo Black für 179,99 Dollar (179,99 € in Deutschland).
  • Google Home kostet gerade einmal 129 US-Dollar.

Wie will Apple gegen die preiswertere Konkurrenz bestehen?

Apple konzentriert sich auf die Musik

Apples Strategie: Der HomePod soll sich auf die Kernaufgabe eines Lautsprechers konzentrieren – Musik abspielen.

Für eine optimale Tonwiedergabe hat Apple das kleine Gerät unter anderem mit sechs Mikrofonen ausgestattet. Die nehmen nicht nur Deine Sprachbefehle entgegen, sondern scannen auch permanent die Schallverbreitung im Raum. Auf diese Weise erkennt der HomePod, ob er zum Beispiel neben einer Wand steht, und passt den Klang an die Reflexionen im Raum an. Apples A8-Prozessoren unterstützen den HomePod bei der Berechnung des Standorts.

Apple HomePod

Beamforming“ nennt Apple diese Technologie. Ein ähnliches System kommt auch in den High-End Lautsprechern von Sonos zum Einsatz. Der HomePod ist daher nicht nur eine Kampfansage an Google Home und Amazon Echo, sondern auch an Lautsprecherhersteller wie Sonos, Bose und Raumfeld.

Mit sieben Hochtönern und sechs Mikros gegen die Konkurrenz

Wie gut der Klang des HomePods tatsächlich ist, ließ sich bislang noch nicht feststellen. Gute Voraussetzungen bringt das kompakte Gerät aber mit: In dem Lautsprecher stecken sieben Hochtöner und ein nach oben gerichteter 4-Zoll-Subwoofer.

Zum Vergleich: Google Home ist mit gerade einmal zwei Mikrophonen ausgestattet. Amazons Echo bietet einen halb so großen Woofer wie der HomePod und nur einen Hochtöner. Dafür verfügt der Echo über gleich sieben Mikrofone zur Sprachaufnahme.

Apples HomePod soll dank seiner sechs Mikros auch bei laufender, lauter Musik auf Sprachbefehle reagieren können. Um Nutzeranfragen zu beantworten, greift Siri auf Apples Server zu. Apple möchte jedoch auch in Sachen Datenschutz punkten und bietet die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und die Übertragung über eine anonyme Siri-ID.

Mittels AirPlay 2 können sich zudem mehrere HomePods untereinander vernetzen und ein über mehrere Räume gehendes Soundsystem aufbauen.

Kommst Du mit Deinem iPhone in die Nähe des Lautsprechers, verbindet sich der HomePod zudem automatisch mit dem Smartphone. Konkurrent Echo lässt sich immerhin per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln. Google Home bietet dieses Feature nicht.

Interesse in Deutschland ist noch gering

Trotz des hohen Preises bietet Apples HomePod einige Features, die ihn vor allem für Musikliebhaber interessant machen dürften – und natürlich für eingefleischte Apple-Fans.

Deutsche Verbraucher äußern bislang jedoch nur geringes Interesse an dem sprachgesteuertem Lautsprecher. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor.

Rund 70 Prozent der Befragten geben an, Apples Sprachassistent Siri zu kennen. Gute acht Prozent äußern immerhin Interesse daran, sich einen eigenen HomePod zuzulegen. Das ist gar nicht einmal so wenig für ein Gerät, das heute noch eher ein Nischenprodukt darstellt. Amazons Echo wollen sich aber gut 13 Prozent der Befragten anschaffen, rund 20 Prozent überlegen, sich den intelligenten Lautsprecher von Google Home ins Wohnzimmer zu stellen.

Amazons Echo genießt die größte Bekanntheit unter den digitalen Assistenten: 78 Prozent der Befragten haben schon einmal von Alexa gehört. Gut fünf Prozent der Befragten nutzen Amazon Echo sogar selbst.

PwC wollte auch wissen, was Verbraucher davon abhält, die digitalen Assistenten zu nutzen. Viele Befragte sorgen sich um Datenschutz- und Überwachungsaspekte. 72 Prozent der Befragten befürchten, gegenüber den Anbietern völlig transparent zu werden. Die Mehrheit der Verbraucher hat außerdem Sorge, dass Cyberkriminelle die Geräte hacken und Zugriff auf persönliche Daten erhalten könnte.

Und wozu nutzen die Besitzer digitaler Assistenten ihre smarten Lautsprecher? Die überwiegende Mehrheit der Befragten sieht in den Geräten eine Spielerei. 52 Prozent verwenden sie zum Abspielen von Musik. 30 Prozent könnten sich vorstellen, die Geräte als Smart Home-Zentrale einzusetzen. Das Onlinebanking stellt dagegen nur für zehn Prozent der Befragten eine mögliche Nutzungsvariante dar.

HomePod, Amazon Echo oder Google Home: Was hältst Du von den digitalen Assistenten?

Und wie sieht es mit Dir aus? Könntest Du Dir vorstellen, Dein Zuhause mit Apples HomePod zu teilen? Wofür würdest Du den smarten Lautsprecher nutzen wollen?

Steht bei Dir vielleicht schon Amazon Echo und Alexa leistet Dir als digitale Assistentin gute Dienste? Oder interessierst Du Dich eher für Google Home? Welches der Systeme ist Dein Favorit?

Ich freue mich auf eine Antwort in den Kommentaren und über eine gute Bewertung, wenn Dir der Artikel gefallen hat.

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Simone Gerdesmeier

Simone ist die treue Seele der smartphonepiloten-Redaktion und beschäftigt sich mit Themen wie Digital Lifestyle Diensten über aktuelle Tarifchecks bis zur Zusammenstellung der besten Apps aus einem bestimmten Themengebiet.Themen wie Gesundheit, Fitness und Ernährung haben es ihr besonders angetan und daher versuchen wir, den Spagat zwischen diesen Bereichen und der Welt des Mobilfunks hier zu meistern :)

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